Aus vielen Gründen ist die Produktion von Lithiumbatterien am besten in der Nähe des EV-Produktionsstandorts angesiedelt. Der europäische Markt wird zu einem der größten der Welt, daher beabsichtigen viele Hersteller, nicht nur die Produktion von Batterien, sondern auch die Gewinnung von Lithium zu lokalisieren. Renault erhält Lithiumhydroxid aus geothermischen Quellen in Deutschland.
Wie Reuters berichtet, ist es dem französischen Autoriesen gelungen, eine Vereinbarung mit dem jungen Unternehmen Vulcan Energy Resources abzuschließen, das geothermische Quellen in Deutschland sowohl zur Stromerzeugung als auch zur Herstellung von Lithiumhydroxid humaner als im Tagebau nutzen will. Die Essenz des Prozesses ist wie folgt: heiße „Sole“ aus unterirdischen Quellen wird zuerst in einem Geothermiekraftwerk verwendet und dann abgekühlt zu Lithiumhydroxid verarbeitet, wonach die Abfallflüssigkeit wieder in den Untergrund gelangt. Der Hauptvorteil dieses Verfahrens ist das Fehlen von Kohlenstoffemissionen.
Vulcan Energy wird in das erste Projekt in Deutschland rund 2 Milliarden US-Dollar investieren, 2024 soll hier Lithium abgebaut werden, ab 2026 liefert das Unternehmen dem französischen Autobauer jährlich 6 bis 17 Tausend Tonnen Lithium. Der Vertrag wird für einen Zeitraum von fünf Jahren geschlossen. Neben deutschen Investoren unterstützen auch australische Aktionäre Vulcan Energy. Auch die südkoreanische LG Energy Solution erhält Lithium aus einem deutschen Feld für die Produktion von Traktionsbatterien in Europa. Der dritte Kunde kann der Autohersteller Stellantis NV sein.
2021-08-02 05:51:04
Autor: Vitalii Babkin