Laut einer anonymen Quelle aus der Porsche-Zentrale in Zuffenhausen haben "sechs von zehn Porsche Taycan" Probleme mit der Traktionsbatterie, wodurch die Zellen beschädigt sind, diese ausgetauscht werden müssen und in einigen Fällen dies kann zu einem Brand führen. Der Autohersteller, behauptet die Quelle, verbirgt das Problem vor der Öffentlichkeit und löst es auf etwas kontroverse Weise.
Das aktuelle Hochvolt-Bordladegerät kontrolliere den Vorgang laut Angaben des Informanten nicht gut genug, überlade die Batterien und lasse sie überhitzen. Aus Sicherheitsgründen werden überhitzte Zellen abgeschaltet und isoliert, wodurch die Gesamtbatteriekapazität und die Reichweite des Fahrzeugs reduziert werden. Das Problem tritt auf, wenn Batterien bei niedrigem Wechselstrom mit bis zu 7,5 kW geladen werden, was beispielsweise zu Hause das häufigste Szenario ist. Tesla bot an, Porsche bei der Lösung der Probleme zu helfen, aber das Unternehmen sagte, es könne dies allein tun.
Das Unternehmen verfügt über detaillierte Statistiken zu allen Vorfällen im Zusammenhang mit dem Problem, hat sich jedoch bewusst entschieden, das Bordladegerät nicht zu ersetzen, sagte der Informant. Um die reduzierte Reichweite auszugleichen, schaltet Porsche die reservierte und ungenutzte Batteriekapazität frei und versichert Autobesitzern, dass das Problem behoben wurde, obwohl beschädigte Zellen noch im Auto verbleiben und eine potenzielle Bedrohung darstellen.
Wenn die Behörden eines Landes den Rückruf von Taycan-Elektrofahrzeugen zum Austausch von Ladegeräten und Batterien verlangen, entstehen dem Unternehmen Kosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Von dem Rückruf könnten nach Angaben des Informanten 60.000 Autos weltweit betroffen sein. Porsche muss mit Reputationsverlusten in Höhe des VW-Konzernskandals 2015 rechnen.
2021-12-02 18:24:50
Autor: Vitalii Babkin