Vor kurzem wurde ein neues Unternehmen für die Entwicklung und Produktion von Quantencomputern und zugehöriger Software mit dem Namen Quantinuum gegründet. Es hat seine Wurzeln in Honeywells Quantencomputing-Plattformen und Cambridge Quantum-Softwareprodukten. Das neue Unternehmen will eine aufstrebende Industrie anführen und bereitet sowohl den leistungsstärksten Quantencomputer als auch umfangreiche Software vor.
Quantinuum hat etwa 400 Mitarbeiter, davon etwa 300 Quantenwissenschaftler mit Spezialisierung auf Hard- und Software. Quantinuum hat Niederlassungen in Großbritannien, den USA, Japan und Deutschland. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Cambridge, Großbritannien, und Colorado, USA.
Die Absicht, ein neues "Quanten"-Unternehmen zu gründen, wurde vor etwa sechs Monaten bekannt gegeben. Zu diesem Zweck plante Honeywell, seinen Kerngeschäftsbereich Honeywell Quantum Solutions auszugliedern und mit Cambridge Quantum zu verschmelzen. Inzwischen haben die Partner alle Phasen der Genehmigungen von den Aufsichtsbehörden der betroffenen Länder durchlaufen und den Abschluss der Transaktion bekannt gegeben.
Das neue Honeywell-Unternehmen besitzt eine Mehrheitsbeteiligung von rund 54 %. Honeywell investierte außerdem 300 Millionen US-Dollar in Quantinuum und stellte Startkapital bereit. Honeywell hat Quantinuum auch alle seine proprietären Ionenfallen-Quantencomputer zur Verfügung gestellt, die weiter verbessert und entwickelt werden. Laut Honeywell verfügt es über den leistungsstärksten Quantencomputer der Welt, der in der IBM-Metrik die Leistung von 512 sogenannten Quantenvolumina aufzeigt. Tatsächlich sind dies nur 9 Qubits, obwohl sie alle in einem gebundenen Zustand sein können, was Respekt verdient. Quantinuum wird dieses Banner aufgreifen und in Kürze neue und leistungsfähigere Plattformen vorstellen.
Die breite Palette von Quantensoftwareprodukten von Quantinuum wird unabhängig von Hardware sein, die, wenn nicht den gesamten Zoo der Quantenplattformen, ihren Hauptteil abdecken wird. Quantinuum verspricht bereits in diesem Monat die Vorstellung der ersten proprietären Quanten-Cybersicherheitsprogramme und beabsichtigt, 2022 ein Softwarepaket für Pharma-, Materialwissenschafts-, Spezialchemie- und Agrochemieunternehmen herauszubringen, um Probleme zu lösen, die über die Reichweite klassischer Computer hinausgehen.
2021-12-02 18:21:32
Autor: Vitalii Babkin