Airbus hat heute die Entwicklung eines Flugzeugtriebwerks mit Wasserstoff-Brennstoffzellen bekannt gegeben. Ein solches Triebwerk wird als eine mögliche Lösung für die Ausrüstung emissionsfreier Flugzeuge angesehen, die bis 2035 in Betrieb genommen werden sollen.
Im Moment ändert der Flugzeughersteller das Testflugzeug A380 MSN1 für Tests des neuen Motors - die Behälter mit flüssigem Wasserstoff und die damit verbundenen Kraftstoffversorgungssysteme werden auf dem Liner installiert.
"Wir konzentrieren uns auf die Entwicklung und den Test dieser Technologie, um zu verstehen, ob sie für die Inbetriebnahme eines emissionsfreien Flugzeugs im Jahr 2035 machbar und tragfähig ist ", sagte Glenn Llewellin, Vice President der Abteilung für emissionsfreie Flugzeuge von Airbus, der sich mit der Entwicklung von emissionsfreien Flugzeugen befasst.
Wenn die technologischen Ziele erreicht werden, könnten Brennstoffzellentriebwerke in der Lage sein, Hunderte von Passagierflugzeugen mit einer Reichweite von etwa 1.000 Seemeilen [1850 km] anzutreiben, fügte er hinzu.
Es gibt zwei Möglichkeiten, Wasserstoff als Energiequelle für Flugzeugtriebwerke zu verwenden. Die erste ist durch die Verbrennung von Wasserstoff in einer Gasturbine, die zweite durch die Verwendung von Brennstoffzellen, um Wasserstoff in Elektrizität umzuwandeln, um den Schraubmotor mit Strom zu versorgen. Die zweite Variante, genannt Proton Exchange Membrane (PEM), sieht Airbus als die vielversprechendste.
Da eine einzelne Brennstoffzelle nur wenige Millimeter dick ist und etwa so groß ist wie ein Briefumschlag, gibt sie nicht viel Energie frei. Um jedoch ausreichende Leistungsniveaus für den Einsatz in einem Flugzeug zu realisieren, müssen Hunderte solcher Brennstoffzellen elektrisch in Reihe geschaltet werden, um einen Stapel zu bilden. Anschließend werden mehrere solcher Stapel zu mehreren Brennstoffzellenkanälen kombiniert. Mit diesem modularen Ansatz sind die für ein elektrisches Flugzeug erforderlichen Megawattleistungsniveaus erreichbar.
Airbus entwickelt gemeinsam mit Elring Klinger im Rahmen des Joint Ventures Aerostack Brennstoffzellen. Airbus wertet bereits die ersten Prototypen von Brennstoffzellen aus, die von Aerostack entwickelt wurden: Teams von Ingenieuren in Hamburg entwerfen Brennstoffzellensysteme, bauen sie zusammen und testen sie.
2022-12-01 04:27:01
Autor: Vitalii Babkin
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