Tesla hat die neueste Version eines Supercomputers namens Dojo vorgestellt, der eine Eigenentwicklung des Unternehmens ist und für Algorithmen der künstlichen Intelligenz optimiert ist, insbesondere für maschinelles Lernen anhand von Videodaten aus den Elektrofahrzeugen des Autoherstellers. Es wird berichtet, dass das System so leistungsfähig ist, dass es während der Präsentation sogar das Stromnetz in Palo Alto abschaltete.
Tesla hat bereits einen großen Supercomputer auf Basis von NVIDIA-GPUs, einen der leistungsstärksten der Welt. Das Dojo wird jedoch vom Autohersteller maßgefertigt, wobei Chips verwendet werden, die von Tesla selbst entwickelt und auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Der neue Supercomputer soll die Fähigkeit verbessern, neuronale Netze mit Videodaten zu trainieren, was für die Computer-Vision-Technologie, die das Rückgrat von Teslas autonomem Fahrsystem ist, von entscheidender Bedeutung ist.
Für den Bau des Tesla Dojo wurde „System-on-Plate“ (System-On-Wafer) verwendet, d.h. Der Chip ist ein ganzer Siliziumwafer (Training Tile in Tesla-Terminologie). Jede solche Platte enthält 25 D1-Beschleuniger und 40 E/A-Module. Darüber hinaus gibt es Stromversorgungs- und Kühlungssubsysteme. Laut Tesla kann ein einzelner Dojo-Wafer sechs GPU-Einheiten ersetzen, und ein Wafer ist im Vergleich zu einer GPU-Einheit billiger in der Herstellung.
Ein Systemtray fasst sechs Siliziumwafer. Laut Tesla entspricht ein Tablett „3-4 voll beladenen Supercomputer-Racks“. Das Unternehmen testet derzeit weiterhin die Infrastruktur, die erforderlich ist, um mehrere Gehäuse zu kombinieren und einen 1,1 Eflops Dojo ExaPOD mit 1,3 TB SRAM und 13 TB DRAM mit hoher Bandbreite zu erstellen. Tesla plant den Bau von sieben Dojo ExaPODs in Palo Alto.
2022-10-03 03:44:42
Autor: Vitalii Babkin