Der südkoreanische Finanzaufsichtsdienst (FSS) hat eine Untersuchung zu „anomalen“ Devisentransaktionen in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar durch die beiden größten Geschäftsbanken des Landes – Woori Bank und Shinhan Bank – wegen mutmaßlicher illegaler Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen eingeleitet.
Laut Bloomberg unter Berufung auf eine Erklärung der südkoreanischen Aufsichtsbehörde wurden zwischen dem 3. Mai 2021 und dem 9. Juni 2022 in fünf Filialen der Woori Bank „anormale“ Transaktionen in Höhe von insgesamt 1,6 Billionen Won (1,3 Milliarden US-Dollar) verzeichnet. In einer der Filialen der Shinhan Bank wiederum wurden vom 23. Februar 2021 bis zum 4. Juli 2022 verdächtige Transaktionen in Höhe von 2,5 Billionen Won (2,1 Milliarden US-Dollar) durchgeführt.
Letzte Woche berichtete Yonhap, dass die beiden Banken an „ungewöhnlichen“ Transaktionen im Wert von 1,8 Billionen Won beteiligt waren. Nun untersucht der Finanzdienst einen möglichen Zusammenhang von Transaktionen mit Geldwäsche oder Währungsspekulationen unter Verwendung von Krypto-Assets. Laut einem der Vertreter des FSS-Managements stehen einige dieser Transaktionen im Zusammenhang mit Krypto-Börsen.
Am 1. Juli forderte die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde alle Banken des Landes auf, eine interne Überprüfung aller großen Auslandsüberweisungen sowie aller verdächtigen Transaktionen im Zusammenhang mit Kryptowährungen durchzuführen, die im Jahr 2021 und in der ersten Hälfte dieses Jahres stattfanden. Ein Bericht über die durchgeführten Inspektionen muss der Aufsichtsbehörde bis Ende Juli vorgelegt werden.
2022-07-27 09:23:12
Autor: Vitalii Babkin