Die Bundesregierung hat eine Anlage zur Herstellung von Kerosin aus Wasser, Kohlendioxid und Strom eröffnet. Das Projekt ist Teil eines Regierungsprogramms zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, um die Luftfahrtindustrie umweltfreundlicher zu machen.
Synthetisches Kerosin wird durch die Reaktion von Wasserstoff aus Wasser mit atmosphärischem Kohlendioxid unter Verwendung von Energie aus nahegelegenen Windparks hergestellt. Der neue Treibstoff ist CO2-neutral, da der Strom für die Fusionsreaktion aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird und bei laufenden Flugtriebwerken die gleiche Menge Kohlendioxid emittiert wird, die bei der Herstellung des Treibstoffs aus der Luft entnommen wurde Kraftstoff.
Der Luftverkehr ist für 2,5% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Eröffnung einer deutschen Gesellschaft ist ein weiterer Schritt, diese Zahl zu reduzieren. Die Ära der Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas geht allmählich zu Ende.
Bisher kann die neue Anlage nicht mehr als acht Barrel synthetischen Kraftstoffs pro Tag produzieren. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 verbrauchten kommerzielle Fluggesellschaften 2,3 Milliarden Barrel Treibstoff. Die Bekämpfung des Klimawandels erfordert massive Investitionen in sauberere Luftfahrttechnologien.
2021-10-10 09:19:39
Autor: Vitalii Babkin