Das gemeinsame australisch-deutsche Unternehmen Quantum Brilliance meldete neue Erfolge bei der Entwicklung angewandter Quantensysteme. Ihr Hauptvorteil ist die Möglichkeit, bei Raumtemperatur mit minimalem Energieverbrauch zu arbeiten. Dies ist noch kein vollwertiger Quantencomputer, aber Quantum Brilliance sagt, dass es nicht notwendig ist, einen zu erstellen - sie haben einen anderen Ansatz gewählt.
Die Entwicklungen australischer Wissenschaftler basieren auf der bekannten Technologie der Konstruktion von Qubits auf synthetischen Diamanten. Die strikte innere Struktur solcher Materialien ermöglicht die Aufrechterhaltung der erforderlichen Stabilität des Qubits ohne kryogene Systeme und Magnetfelder. Der Verdienst der Quantum Brilliance-Ingenieure besteht darin, dass sie Schnittstellenelemente für die Arbeit mit solchen Qubits sowie Methoden zur Skalierung der Architektur entwickelt haben.
Die aktuelle Errungenschaft beträgt 5 Diamant-Qubits in einem Bündel, aber um vollwertige Berechnungen zu organisieren, sind mindestens zehnmal mehr erforderlich, und die Australier werden dieses Niveau bis 2025 erreichen. Und sie hoffen, in weiteren fünf Jahren ein Quantensystem auf einem Chip herauszubringen, das die Grundlage für zukünftige Systeme mit breitem Profil bilden wird. Mit seiner Hilfe wird es beispielsweise durchaus realistisch sein, mobile Geräte mit Quantenmodulen zu versehen.
Diese Technologie hat genau einen Nachteil – in der aktuellen Version hat sie keine praktische Anwendung, die aber nicht verborgen bleibt. Quantum Brilliance konzentriert sich genau auf die Miniaturisierung und Entwicklung von Quantensystemen als solche. Es wird davon ausgegangen, dass es sich am Ende um ein typisches Modul handelt, wie eine Grafikkarte in modernen Computern, an die bestimmte Daten für gezielte Berechnungen übertragen werden. Und welche Architektur und Algorithmen sie haben werden, wird die Zeit zeigen.
2021-10-10 09:21:21
Autor: Vitalii Babkin