Northrop Grumman kündigte an, im Frühjahr 2024 einen Servicerobotersatelliten mit automatischem Arm starten zu wollen. Der Satellit wird in der Lage sein, andere Fahrzeuge in neue Umlaufbahnen zu ziehen und ihnen zu dienen. Um die Lebensdauer von Satelliten zu verlängern, wird Northrop insbesondere Mission Extension Pods verwenden, bei denen es sich um Geräte handelt, die die Lebensdauer von Triebwerken verlängern.
Das Unternehmen unterzeichnete auch einen Vertrag für die Installation des ersten „Expanders“. Die Vereinbarung wurde mit dem australischen Betreiber von Kommunikations- und Relaissatelliten - mit Optus - geschlossen. Im Jahr 2025, nach einem vollständigen Zyklus von Experimenten im Orbit, wird das Northrop Mission Robotic Vehicle das MEP-Modul auf dem D3-Satelliten installieren. Dabei handelt es sich um einen kleinen, kundeneigenen und betriebenen Antriebsverstärker, der die Lebensdauer eines typischen 2.000 kg schweren GSO-Satelliten um sechs Jahre verlängern kann.
Ob die Mission Extension Pods (MEP) vereinheitlicht oder spezialisiert sein werden, ist nicht festgelegt. Bisher werden die Module in Form eines Konzeptes angeboten. Das technische Projekt wird noch in diesem Jahr verteidigt. Gleichzeitig behauptet Northrop, dass das MEP-Auftragsbuch für 2025 gefüllt sei und für 2026 nur noch wenige Stellen frei seien.
Der Betrieb zur Installation von Erweiterungsmodulen auf Satelliten wird weltweit der erste sein, bei dem Satelliten mit Robotern im Orbit gewartet werden. Im Jahr 2020 war Northrop der erste, der einen toten Kommunikationssatelliten in eine neue Umlaufbahn schleppte. Trotzdem hauen die Chinesen den Amerikanern bereits den Hinterkopf herunter, es sei denn, sie haben ihre Rivalen überholt. Chinesische Raumschlepper zeigen bereits die Fähigkeit, Satelliten mehrfach zu transportieren, während die Northrop-Fahrzeuge MEV-1 und MEV-2 (erste Generation) für die Dauer der Missionsverlängerung fest an den geschleppten Satelliten gebunden waren.
2022-02-22 15:38:41
Autor: Vitalii Babkin