Stephen Hawking behauptete, es sei unmöglich, beim klassischen Roulette zu gewinnen. Er hat sich geirrt, weil er von zwei Postulaten ausgegangen ist. Erstens: Der physische, materielle Teil des Roulettes muss perfekt funktionieren.
Zweitens: Die Geschwindigkeit des Spiels erlaubt es den menschlichen Sinnen nicht, die Nuancen der Kugelbewegung zu erkennen. Einfach ausgedrückt: Das Auftreffen der Kugel auf eine bestimmte Zelle ist für die menschliche Wahrnehmung immer zufällig.
Im Jahr 2004 versuchte die britische Polizei, Nico Tos (dies ist ein Pseudonym) strafrechtlich zu verfolgen, weil der Verdacht bestand, dass er eine Art Computer für die unglaublich erfolgreiche Vorhersage des Roulettespiels verwendet. Es wurde nichts gefunden.
Hawkings Argumentation, wie auch die der Konstrukteure des Roulette-Mechanismus selbst, bezieht sich auf die ideale Version des Roulette-Rads. In der Realität nutzt sich alles schnell ab, es bilden sich Schrammen und Spielräume im Gerät - selbst eine Kleinigkeit wie Lotion an den Händen des Croupiers beeinflusst die Bewegung des Roulettekessels und der Kugel. Dadurch entsteht das, was Nico Tosa als "Drop Zone" bezeichnet hat - ein bestimmter Bereich auf dem Roulettekessel, in dem die Kugel mit hoher Wahrscheinlichkeit auftrifft.
Wie hoch der Prozentsatz dieser Wahrscheinlichkeit ist, ist nicht bekannt, aber die Logik ist klar: Wetten auf diese Stelle haben eine höhere Gewinnchance. Das ist es, was Tosa benutzte, bis er gefasst wurde, obwohl sie ihn schließlich gehen lassen mussten. Er hat nur das Rouletterad beobachtet und Schlussfolgerungen gezogen, was nicht verboten ist. Gerüchten zufolge haben viele europäische Kasinos daraufhin ihre Geräte aufgerüstet.
2023-04-12 10:00:34
Autor: Vitalii Babkin
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