Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat gewarnt, dass Störungen durch 5G-Geräte, die im zugewiesenen Zentimeterbereich des Landes betrieben werden, die Flugsicherheit gefährden und sogar absichtliche Sabotage provozieren könnten.
Die Luftfahrtindustrie und die FAA haben zuvor Bedenken hinsichtlich der Interferenzen geäußert, die 5G-Geräte, die im Bereich 3,7 bis 3,98 GHz (C-Band) betrieben werden, für hochempfindliche Flugzeuginstrumente wie Funkhöhenmesser verursachen können. Die Betreiber AT&T und Verizon haben im November vereinbart, den kommerziellen Start solcher Netze auf den 5. Januar nächsten Jahres zu verschieben. Die FAA hat ihrerseits neue Richtlinien erlassen, die die Verwendung solcher Geräte in Flugzeugen und Hubschraubern bei Vorhandensein von Signalen im Zentimeterbereich von Bodenquellen verbieten - Funkhöhenmesser können bei Vorhandensein solcher Signale ein anomales Verhalten zeigen, insbesondere in geringen Höhen.
Gleichzeitig zeigte sich das Ressort zuversichtlich, dass der Ausbau der 5G-Netze neben dem Flugverkehr bestehen kann und die von ihm erlassenen Weisungen Grundlage für zusätzliche Datenerhebungen und letztlich für die weitere Sicherheit der Flüge werden. Die FAA konsultiert nun weiterhin die Federal Communications Commission (FCC), das Weiße Haus und Vertreter der Industrie, um einen genauen Rahmen für die Beschränkungen festzulegen, die in den kommenden Wochen in den Zulassungsanträgen veröffentlicht werden.
Amerikanische Betreiber wiederum haben zugesagt, Vorkehrungen zu treffen, um Störungen der Flugzeugausrüstung zu begrenzen, obwohl Branchenvertreter diese für unzureichend hielten. Verizon betonte jedoch, dass es keine Beweise dafür gebe, dass Zentimeterbandgeräte die Flugsicherheit gefährden könnten. Der Betreiber wird das Netz auf diesen Frequenzen im ersten Quartal 2022 kommerziell betreiben.
2021-12-08 18:12:50
Autor: Vitalii Babkin