Mit der explosionsartigen Zunahme der Popularität von Elektrofahrzeugen (und gleichzeitig der globalen Energiekrise) war zu erwarten, dass die Idee aufkam, sie bei Bedarf als Notstromquelle zu nutzen. Und dafür gibt es allen Grund. Beispielsweise hat die Batterie des erweiterten Elektroautos Ford F-150 Lightning eine Kapazität von 131 kWh (Batteriekapazität der Standardversion beträgt 98 kWh), was ihm eine Reichweite von etwa 500 km ermöglicht.
In der Praxis reicht dies aus, um ein durchschnittliches amerikanisches Haus drei Tage lang mit Strom zu versorgen. Als Übergangsgerät für den Hausanschluss wird das Ladesystem Ford Charge Pro vorgeschlagen, über das etwa 10 Kilowatt Strom ins Haus gelangen können. Sobald die industrielle Stromversorgung wiederhergestellt wird, schaltet das System die Backup-Quelle automatisch ab.
Laut der US Energy Information Administration lag der durchschnittliche tägliche Stromverbrauch der US-Haushalte im Jahr 2020 bei etwa 30 kWh. Ford stellte auch klar, dass die Batterie des Ford F-150 Lightning, wenn sie an eine Reihe von Solarmodulen angeschlossen ist, das Haus bis zu 10 Tage lang mit Energie versorgen kann.
Künftig will Ford die Möglichkeiten der bidirektionalen Kraftübertragung erweitern. Wenn zum Beispiel die Stromtarife irgendwann niedrig sind, dann ist es rentabler, die Autobatterie aufzuladen. Umgekehrt ist es bei hohem Strombedarf rentabler, ihn ins Hausnetz zurückzuspeisen.
2022-03-31 18:30:47
Autor: Vitalii Babkin