Die italienische Regierung und Intel haben die Gemeinde Vigazio in der Nähe von Verona in der Region Venedig im Norden des Landes als bevorzugten Standort für den Bau einer großen Fabrik zur Herstellung von Mikrochips ausgewählt. Dies ist nur ein Teil von Intels im vergangenen März angekündigten Plan, in den nächsten zehn Jahren 80 Milliarden Euro in neue Fertigungsstätten in Europa zu investieren.
Für Italien sind zunächst Investitionen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro vorgesehen, die künftig aber noch steigen könnten. Intel sagte, dass das Werk im Land 1.500 Arbeitsplätze im Unternehmen selbst sowie 3.500 Arbeitsplätze bei Zulieferern und Partnern des Unternehmens schaffen werde. Die Produktion beginnt zwischen 2025 und 2027. Insbesondere wird das Unternehmen die Montage und Verpackung von Chips nach neuen technologischen Lösungen organisieren.
Laut Reuters-Quellen haben die Parteien Anfang September die Nuancen der Vereinbarung detailliert beschrieben. Vertreter von Intel und italienischen Behörden lehnten eine Stellungnahme ab, da die Verhandlungen noch andauern und vertraulich seien.
Die bei Verona gelegene Gemeinde Vigazio liegt in der Nähe der Autobahn und der Brennerbahn – darüber hinaus wurde ein weiteres Areal in der Region Piemont in die „Short List“ möglicher Baufelder aufgenommen. Einer der Gründe für die Wahl von Vigasio ist die Verbindung der Region zu Deutschland, insbesondere zu Magdeburg, wo Intel laut Quellen zwei weitere Fabriken bauen will. Es ist bekannt, dass die Möglichkeit, Fabriken des Unternehmens in anderen italienischen Provinzen zu errichten, auch früher in Betracht gezogen wurde.
Enge Mitarbeiter des scheidenden italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi werden Gespräche hinter den Kulissen mit Nachfolgern führen, um eine Einigung mit dem Halbleiterhersteller zu erzielen. Früher wurde berichtet, dass das offizielle Rom bereit ist, 40 % aller geplanten Kosten von Intel in Italien zu investieren. Es ist notwendig, dass der Vertragsentwurf von der neuen Regierung vor Abschluss des Deals unterstützt wird, die den Deal wahrscheinlich bekannt geben wird.
Rom ist auch dafür bekannt, dass es Gespräche mit dem französisch-italienischen Unternehmen STMicroelectronics, den taiwanesischen Chipherstellern MEMC Electronic Materials und TSMC und dem israelischen Unternehmen Tower Semiconductor führt, das Intel Anfang dieses Jahres übernommen hat, um die Halbleiterindustrie zu entwickeln.
2022-09-26 16:13:42
Autor: Vitalii Babkin