Ein einzigartiges Konzept des kleinen Luftverkehrs demonstrierte das südafrikanische Startup Phractyl – die Rede ist von einer elektrischen Flugmaschine (Lufttaxi), die es einfach nicht gibt. Statt auf traditionellen Rädern bewegt sich das Auto am Boden auf zwei Gliedmaßen, die in Raupen enden, Start und Landung erfolgen „fast senkrecht“ über Schrauben an den Flügeln, die sich um die Querachse drehen.
Angesichts der offensichtlichen Schwierigkeiten mit der Straßeninfrastruktur auf dem afrikanischen Kontinent erscheint der Einsatz von Wurfarmen statt Rädern als sinnvolle Lösung. Mit Dreilenkerantrieben ermöglichen diese Beine der Maschine, verschiedene Unebenheiten zu überwinden, sowie eine Neigung zum Abheben in einem Winkel von etwa 45° und zusätzliche 20° ergeben die Neigung der Flügel. Wenn der Macrobat in die Luft gehoben wird, werden die Wurfarme eingefahren und im Flug verhält sich das Gerät wie ein Flugzeug.
Viele technische Eigenschaften hat das Konzept noch nicht: Phractyl meldet eine Reichweite von 150 km, eine maximale Zuladung von 150 kg und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Eine einzelne Kabine setzt entweder die Anwesenheit eines einzelnen Passagiers oder Piloten oder nur einer Fracht voraus, da sie die Möglichkeit bietet, im Fernsteuerungsmodus zu fliegen. In der Praxis kann das Elektroflugzeug für Spaziergänge, medizinische Einsätze, Warenlieferungen, Infrastrukturinspektionen und die Verarbeitung von Kulturpflanzen eingesetzt werden.
Das Projekt ist noch sehr weit vom kommerziellen Stadium entfernt – das Startup Phractyl hat noch nicht einmal einen Termin genannt. Das Unternehmen arbeitet derzeit daran, einen maßstabsgetreuen Prototyp zu bauen und sucht aktiv nach Finanzierungen.
2021-12-10 19:24:16
Autor: Vitalii Babkin