In der Präfektur Miyazaki zog ein Bauunternehmer das weltweit längste Segment eines supraleitenden Stromkabels, um Strom nahezu verlustfrei zu übertragen, so japanische Quellen. Das Kabel wird mit relativ günstigem Flüssigstickstoff gekühlt und hat eine Länge von 1,5 km. Die Umstellung der Stromversorgung von Zügen auf supraleitende Kabel spart Geld bei der Wartung von Umspannwerken und vermeidet die Kosten für die Kompensation von Leistungsverlusten.
Supraleitung in der Energie ist eine längst überfällige Lösung. Verbrauch und Lasten wachsen, was auch die Verluste erhöht. Eine neue Materialklasse mit Hochtemperatur-Supraleitung ermöglicht es, anstelle von flüssigem Helium relativ kostengünstig flüssigen Stickstoff zur Kühlung zu verwenden, wodurch das Kabel auf eine Temperatur von -196 °C gekühlt werden kann. Kühlkosten werden durch Verlustvermeidungsgewinne bereits in einem 1-km-Kabelsegment kompensiert, was im Pilotsegment bestätigt werden sollte.
Außerdem muss heute zum Ausgleich von Verlusten pro 3 km Stromkabel eine Umspannstation gebaut werden, deren Betrieb die japanischen Eisenbahnunternehmen jährlich bis zu 170.000 US-Dollar kostet. Die Summen sind anständig, plus 4% der direkten Stromverluste in Kabeln auf allen Autobahnen. Der Übergang zu einer supraleitenden Versorgung verspricht also direkte Vorteile für alle.
Die Probleme der Übertragung von Elektrizität durch supraleitende Kabel sind in allen führenden Ländern besetzt. Im November letzten Jahres schloss China die Verlegung eines 1,2 km langen Abschnitts eines supraleitenden Stromkabels ab. Es gibt ein Projekt zur Verlegung eines 2,5 km langen Supraleiterkabels zur Verbindung des kleinen Energierings von St. Petersburg. In der Nähe von München begannen sie im vergangenen Jahr mit der Verlegung einer 12 km langen supraleitenden Stromleitung sowie einer Reihe anderer Projekte.
2022-01-23 00:28:42
Autor: Vitalii Babkin