Eine Gruppe von Astronomen hat eine wichtige Entdeckung gemacht, die helfen wird, brennende Fragen zur Entwicklung von Sternen zu beantworten. Die Gruppe wird von ESI-Mitglied und Professor für Physik und Astronomie Keyvan Stassoon geleitet.
Bereits 2017 entwickelte Stassuns Team ein neues Modell, das die Art und Weise, wie Sterne gemessen werden, erheblich verbesserte.
Die Fähigkeit, all die verschiedenen Arten von Messungen zu einer konsistenten Analyse zu kombinieren, sei sicherlich der Schlüssel gewesen, um die verschiedenen ungewöhnlichen Eigenschaften dieses Sternensystems entschlüsseln zu können, sagte Keyvan Stassoon.
Das Modell hilft bei der Vorhersage der Arten von Planeten, die ferne Sterne umkreisen, sogenannte Exoplaneten. Es wurde verwendet, um mehr als 100 Sterne zu charakterisieren, die vom TESS-Weltraumteleskop und Tausende mehr entdeckt wurden.
Aber nichts bereitete die Astronomen darauf vor, was das neue Doppelsternsystem – das eigentlich aus zwei sich umkreisenden Sternen besteht – ihnen über unser Universum sagen könnte.
Diese Art von Stern ist so ungewöhnlich, sagen Wissenschaftler, dass es uns ehrlich gesagt nie einfallen würde, danach zu suchen – niemand hat ihn zuvor gesehen.
Wissenschaftler haben erklärt, warum mehrere Schlüsselkomponenten dieses Doppelsternsystem unglaublich selten machen.
Doppelsternsysteme selbst sind nicht ungewöhnlich, aber ein ungewöhnliches Merkmal dieses Systems ist seine Ausrichtung. Von der Erde aus gesehen überstrahlen sich die Sterne gegenseitig. Dadurch können Forscher wichtige Eigenschaften der beiden Sterne, wie Masse und Leuchtkraft, einfacher berechnen.
Darüber hinaus können Sterne Größe und Leuchtkraft in einem als Pulsation bekannten Prozess ändern, und die Untersuchung dieser Pulsationen ermöglicht es Astronomen, das Innenleben von Sternen zu erforschen, ähnlich wie Geologen Erdbebenschwingungen verwenden, um die innere Struktur der Erde zu untersuchen.
Es gibt zwei seltene Arten von Sternpulsationen, die jeweils einen anderen, komplementären Blick auf das Sterninnere bieten. Einer der Sterne in diesem Doppelsternsystem, den Stassuns Team entdeckte, ist ein Hybrid aus beiden.
Sterne, die eines dieser pulsierenden Phänomene aufweisen, sind ziemlich selten; Ein Stern, der ein hybrides pulsierendes Verhalten zeigt, sogar noch mehr.
Darüber hinaus hat dieser einzigartige Stern ein starkes Magnetfeld, was für einen hybriden pulsierenden Stern ziemlich ungewöhnlich ist und ein wichtiger fehlender Bestandteil in aktuellen Theorien zum Verständnis der frühesten Stadien der Sternentwicklung sein könnte.
Schließlich wurde laut Astronomen zum ersten Mal einer dieser seltenen magnetischen hybriden pulsierenden Sterne entdeckt, der Teil eines Sternhaufens und darüber hinaus Teil eines verfinsternden Doppelsterns ist. Es scheint unwahrscheinlich, dass TESS einen anderen Stern mit all diesen Eigenschaften zusammen finden wird.
Die Entdeckung dieses seltenen verdunkelnden Binärsystems bietet ein fantastisches Testfeld, um zu verstehen, wie sich stellare Doppelsysteme im Laufe der Zeit entwickeln. Da die TESS-Mission weiterhin große Bereiche des Himmels beobachtet, könnten Sternensysteme wie HD 149834, die sich in Sternhaufen befinden, uns helfen, die Entwicklung von Sternen besser zu verstehen.
2022-03-02 18:08:01
Autor: Vitalii Babkin