Das deutsche Unternehmen Continental hat mit Unterstützung des österreichischen Startups Volterio ein Roboter-Ladesystem für Elektrofahrzeuge entwickelt. Der Hauptvorteil der Technologie ist das völlige Fehlen von Verlusten, die für ähnliche drahtlose Induktionsplattformen charakteristisch sind.
Das Ladesystem besteht aus zwei Komponenten: einem Empfänger, der an der Unterseite des Autos befestigt wird, und einem bodenstehenden Robotermodul. Wenn das Auto über das Roboterladegerät fährt, erkennt es drahtlos den angeschlossenen Empfänger und verbindet sich direkt mit ihm. Laut den Entwicklern ist das System recht unprätentiös - es gleicht einen Fehler von bis zu 30 cm aus, unabhängig davon, in welchem Winkel das Auto geparkt ist. Das bedeutet, dass der Fahrer das Auto nicht lange parken muss, um ein möglichst effizientes Laden zu gewährleisten. Das System ist ideal für selbstfahrende Autos.
Continental sagte, dass parallel mit dem Unternehmen Spezialisten des österreichischen Startups Volterio die Entwicklung eines ähnlichen Projekts aufgenommen hätten, weshalb man sich anschließend für eine Zusammenarbeit entschieden habe. Volterio bereitet sich darauf vor, Mitte dieses Jahres erste Vorserienmuster des Systems vorzustellen, Continental stellt die Serienfertigung allerdings erst ab 2024 sicher. Zunächst wird ein haushaltsgerechtes 22-kW-Ladesystem auf den Markt gebracht. Anschließend wird die Professional-Version für öffentliche Parkplätze und Nutzfahrzeuggaragen freigegeben – sie wird mit einer Leistung von 50 kW arbeiten. Das professionelle Roboter-Ladegerät versteckt sich im Boden, wenn es nicht verwendet wird.
2022-02-02 12:00:59
Autor: Vitalii Babkin