Der Autobauer BMW beabsichtigt, die Produktion von Verbrennungsmotoren in seinem Werk München, dem Hauptproduktionsstandort des Unternehmens, einzustellen. Gleichzeitig werden die Verbrennungsmotoren selbst in den hier produzierten Modellen weiter verwendet. Die klassische Motorenfertigung wird in den BMW Werken in Österreich und Großbritannien weitergeführt.
Bei der Vorstellung der vollelektrischen Neuheit i4 kündigte der Vertreter des Herstellers die kommenden Neuerungen an. Bekannt wurde auch, dass bis 2023 mindestens die Hälfte der in München produzierten Autos „elektrifiziert“ sein wird – wir sprechen von Optionen nur mit Elektromotoren und Hybriden.
Laut BMW-Schätzungen wird das Unternehmen bis 2030 mindestens 50 % der Elektrofahrzeuge verkaufen, aber das Unternehmen ist bereit, den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor in bestimmten regionalen Märkten vollständig einzustellen, wenn deren Verkauf durch den lokalen Gesetzgeber verboten wird.
Die i4-Elektrofahrzeuge werden auf einer „kombinierten“ Montagelinie hergestellt, die die Produktion sowohl von Elektrofahrzeugen als auch von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und Hybridantrieb ermöglicht. Diese Innovation kostete das Unternehmen 233 Millionen US-Dollar an Investitionen in die Produktionsinfrastruktur.
Das neue Produktionskonzept wird bei Entscheidungen zum Beispiel bei der Verteilung knapper Autochips berücksichtigt. BMW hat Berichten zufolge noch genügend andere Ressourcen für die Produktion. Zuvor hatten Vertreter des Autokonzerns berichtet, dass sie planen, in diesem Jahr 70.000 oder sogar 90.000 Autos weniger als erwartet auf den Markt zu bringen, da Halbleiterknappheit auf allen Automärkten der Welt herrscht.
Darüber hinaus teilte BMW mit, dass in den nächsten Jahren die Emissionen aus der Logistik im Werk München reduziert werden sollen. Dies soll durch den verstärkten Einsatz von Schienenfahrzeugen und Elektro-Lkw zum Transport von Fahrzeugen und Komponenten innerhalb und außerhalb des Werks erreicht werden.
2021-10-25 14:34:50
Autor: Vitalii Babkin