Dies ist nicht das erste Mal, dass Tesla mit Klagen von Regierungsbehörden und Einzelpersonen konfrontiert wird, die es beschuldigen, die Fähigkeiten seiner Elektrofahrzeuge, die mit Autopilot- und vollständig selbstfahrenden Systemen ausgestattet sind, falsch beworben zu haben. Beide erlauben es nicht, auf die Teilnahme des Fahrers am Fahren zu verzichten, was jedoch nicht allen Verbrauchern ausreichend bewusst ist. Nun wird vom US-Justizministerium eine separate Untersuchung durchgeführt.
Im vergangenen Jahr leitete die Behörde laut CNBC eine Untersuchung von mehr als 12 Verkehrsunfällen ein, darunter tödliche, die sich mit aktivierten Fahrerassistenzsystemen in Tesla-Elektrofahrzeugen ereigneten. Den Ermittlern zufolge könnte das Unternehmen Verbraucher in die Irre führen, indem es ihnen den falschen Eindruck erwecke, dass die Autos ohne menschliches Eingreifen automatisch gesteuert werden könnten.
Derzeit enthalten die Beschreibungen der relevanten Merkmale von Tesla-Elektrofahrzeugen auf der Website des Autoherstellers Anmerkungen, die erklären, dass diese Merkmale das Fahrzeug nicht autonom machen und der Fahrer die Kontrolle über die Verkehrssituation behalten und seine Hände am Lenkrad behalten muss meiste Fälle. Eine Untersuchung dieses Ausmaßes, wie Experten erklären, droht Tesla mit schweren Vorwürfen gegen das Unternehmen selbst oder seine einzelnen Führungskräfte. Gleichzeitig kann das Ergebnis der Untersuchung für Tesla und sein Management durchaus harmlos ausfallen, sofern nicht Fahrlässigkeit oder Vorsatz bei der Beschreibung der Fähigkeiten der Bordsysteme gleichnamiger Elektrofahrzeuge nachgewiesen werden.
Andere US-Behörden untersuchen bereits Unfallstatistiken von Tesla-Elektrofahrzeugen, die diese Fahrerassistenzfunktionen aktiviert haben. Die NHTSA untersucht 16 Unfälle mit Tesla-Elektrofahrzeugen, bei denen diese durch Verschulden der Bordautomation mit am Straßenrand geparkten Einsatzfahrzeugen kollidierten. Wird der Mangel nachgewiesen, muss Tesla bei mehr als 830.000 produzierten Elektrofahrzeugen ein Update der Bordsoftware erzwingen. Gegen Tesla wurden Klagen von Aufsichtsbehörden in Kalifornien erhoben, die mit der Vollständigkeit der Informationen über die relevanten Systeme in den Werbematerialien des Unternehmens nicht zufrieden sind.
2022-10-27 07:23:30
Autor: Vitalii Babkin