NVIDIA hat auf der NVIDIA-Website ein Forschungspapier veröffentlicht, in dem es um die neue Subwarp-Interleaving-Technologie geht, die eine effizientere Verarbeitung von Aufgaben im Zusammenhang mit Raytracing ermöglichen wird. Die neue Lösung wird in aktuellen Grafikkarten nicht einsetzbar sein, verspricht aber deutliche Vorteile für die Grafik der nächsten Generation.
Das Papier stellt fest, dass einer der wichtigsten Mängel moderner Grafikkarten die ungleichmäßige Lastverteilung bei der Verarbeitung von Aufgaben im Zusammenhang mit Raytracing ist. GPUs gruppieren Threads in Pools (in der NVIDIA-Terminologie „Warp“) basierend auf einem einzigen Befehlszähler, und die Verarbeitung erfolgt nach dem SIMT-Prinzip (Single Instruction, Multiple Threads – eine Anweisung, viele Threads). In klassischen Grafikverarbeitungsszenarien ist dies der effizienteste Ansatz, führt jedoch beim Raytracing zu teilweisen GPU-Ausfallzeiten aufgrund ungleicher Lastverteilung.
Als Lösung des Problems bietet NVIDIA einen unabhängigen Thread-Processing-Scheduler an: Wenn einer der Pools bereits vollständig verarbeitet ist, aber kein neuer aktiver Pool im Zeitplan vorhanden ist, wird die freigewordene Ressource verwendet, um einen der aktuell laufenden Pools zu verarbeiten aktiv. Basierend auf diesem Prinzip verspricht die Subwarp-Interleaving-Technologie Leistungssteigerungen von 6,3 % bis 20 %. Diese Technologie beinhaltet architektonische Änderungen an GPUs, sodass sie definitiv nicht in bestehenden Modellen der GeForce RTX 30-Serie erscheinen wird.
2022-01-28 14:55:44
Autor: Vitalii Babkin