Lenovo hat die intelligente Brille Glasses T1 vorgestellt. Dies ist kein Prototyp, sondern ein fertiges kommerzielles Produkt. Es fehlt jedoch die Unterstützung von Metaversen und vollwertiger Augmented Reality. Stattdessen bietet die Glasses T1 einen miniaturisierten und leichten Monitor mit hoher Auflösung. Die Brille funktioniert zusammen mit Android, Windows, iOS und macOS – wenn sie mit Plattformen von Drittanbietern verbunden ist, können Benutzer Anwendungen, Videospiele und andere Inhalte direkt vor ihre Augen bringen. Die ersten Auslieferungen sind für Ende des Jahres geplant, die Punktekosten werden später bekannt gegeben.
Das Hauptmerkmal des neuen Geräts sind seine Displays. Die Brille T1 hat zwei Bildschirme, die mit MicroLED-Technologie hergestellt wurden. Laut Entwickler vermitteln sie Farben akkurat, bleichen praktisch nicht aus und beeinträchtigen trotz Augennähe nicht das Sehvermögen des Nutzers. Die Auflösung jedes Objektivs beträgt 1920 × 1080 Pixel und die Bildwiederholfrequenz beträgt 60 Hz.
Laut InputMag ist die Software der Glasses T1 minimal – sie haben keine Recheneinheit, da das angeschlossene Smartphone oder der Computer für die Datenverarbeitung zuständig ist. Letztere werden über ein USB-Typ-C-Kabel mit der Brille verbunden und ermöglichen das Streamen von Bildern und Videos oder das Ausführen von Anwendungen in einem speziellen Modus. Lenovo geht davon aus, dass die Brille vor allem diejenigen ansprechen wird, die häufig mit wichtigen Dokumenten und vertraulichen Daten arbeiten – es wird nicht mehr möglich sein, von hinten auf den Monitor des Benutzers zu blicken, selbst wenn er an einem öffentlichen Ort arbeitet.
Es gibt eine Reihe von physischen Bedienelementen an der Brille selbst. Mit ihnen kann der Besitzer der Glasses T1 Lautstärke, Bildqualität und andere Parameter einstellen. Auf der Innenseite der Schläfen befinden sich die Lautsprecher, die anscheinend in Form eines piezoelektrischen Strahlers arbeiten und den Schall durch die Knochen leiten. Die Glasses T1 hat auch keinen Akku - die gesamte Energie, die für den Betrieb des Gadgets benötigt wird, kommt von dem per Kabel angeschlossenen Gerät.
Im Moment plant Lenovo nicht, die Glasses T1 für die breite Öffentlichkeit freizugeben. Die Brille soll zunächst in der Heimatregion China und später, 2023, in „ausgewählten Märkten“ erscheinen. Die endgültigen Kosten des Gadgets werden kurz vor der Veröffentlichung bekannt gegeben, aber das Unternehmen hat bereits die „Obergrenze“ festgelegt – Brillen werden für weniger als 500 US-Dollar verkauft.
2022-09-05 06:58:31
Autor: Vitalii Babkin