Das künstliche Protein bindet an den chemischen Angriffspunkt des Giftes und kann eine unmissverständliche Gefahr signalisieren. Mit seiner Hilfe planen Wissenschaftler, hochempfindliche Biosensoren sowie Therapeutika der neuen Generation zu entwickeln.
Das Nervengas VX ist eines der giftigsten von Menschenhand hergestellten Organophosphatgifte. VX hat weder Geschmack noch Geruch, es wirkt, indem es das Nervensystem angreift - Muskellähmung und Erstickung führen zu einem schnellen Tod. US-Wissenschaftler haben versucht, einen Weg zu finden, um die Verabreichung von VX zu verhindern, und haben ein Protein geschaffen, das das Potenzial hat, eine Substanz und eine anschließende Therapie zu identifizieren, schreibt Science Daily.
Das künstliche Protein bindet an das Lähmungsmittel VX und erzeugt Signale, die möglicherweise in Biosensoren verwendet werden könnten. Laut den Autoren der Technologie kann das Protein VX auf einem tausendmal empfindlicheren Niveau als aktuelle Methoden identifizieren. Darüber hinaus eliminiert dieser Ansatz die Fehlalarme, die moderne Sensoren oft aufgrund der Verwechslung von VX mit einigen ähnlichen Chemikalien liefern.
„Unser Ansatz wird die Entwicklung einer neuen Generation von Biosensoren sowie von therapeutischen und diagnostischen Werkzeugen ermöglichen“, sagte Studienautor Vikas Nanda von der Rutgers University.
Es ist erwähnenswert, dass VX von der UNO als Massenvernichtungswaffe eingestuft und durch die 1993 in Paris verabschiedete Chemiewaffenkonvention verboten wurde.
Kürzlich haben andere US-Forscher künstliche Intelligenz eingesetzt, um möglicherweise neue Arten chemischer Waffen zu entwickeln. In weniger als 6 Stunden präsentierte die KI 40.000 Optionen, von denen einige wie VX aussahen.
2022-09-05 06:55:05
Autor: Vitalii Babkin