GMs Ermittlungen zu den Ursachen des Elektroauto-Brandes Chevrolet Bolt haben den Autogiganten bereits gezwungen, mehr als 140.000 Autos zurückzurufen und rund 1,8 Milliarden US-Dollar für diesen Bedarf bereitzustellen. Wie die Untersuchung ergab, konnten sie alle bei mehreren Unternehmen von LG Energy Solution produziert werden.
Die Zwischenergebnisse der Untersuchung fasst Reuters zusammen und erwähnt die Beteiligung zweier LG-Unternehmen an der Produktion defekter Batterien. Laut GM hatten die vom LG-Werk in Südkorea gelieferten Batterien eine gebrochene Separatorform und einen gerissenen Anodenkontakt. Nach dem zehnten Brand des Chevrolet Bolt sagte der amerikanische Autohersteller, die defekten Batterien könnten aus anderen LG-Werken stammen.
Auch LG Chem in China könnte defekte Akkus an Kunden liefern. Hyundai hat festgestellt, dass mehr als 15 Kona-EV-Brände durch einen Kurzschluss in der Batteriezelle verursacht wurden. Der Autohersteller geht davon aus, dass der Fehler in der gebrochenen Form des Kontakts der Anode lag. Hyundai wird etwa 900 Millionen US-Dollar ausgeben, um 82.000 Elektrofahrzeuge zurückzurufen, um die Batterien von LG zu ersetzen. Der koreanische Hersteller liefert solche Batterien an Ford Motor und Volkswagen, aber Probleme mit ihrer Zuverlässigkeit haben sie noch nicht beklagt.
2021-08-28 04:28:41
Autor: Vitalii Babkin