Das japanische Unternehmen Shiftall hat eine etwas seltsam aussehende Lösung für ein altbekanntes Problem vorgeschlagen - laute Gespräche in leisen Räumen. Ein Gerät namens Mutalk ähnelt äußerlich einem Virtual-Reality-Headset, wird aber nicht nur auf die Augen, sondern auf den Mund aufgesetzt und fungiert nicht nur als Mikrofon, sondern übertönt auch die Sprache einer Person.
Das Gerät basiert auf dem Prinzip der Helmholtz-Resonanz, einem Phänomen, das erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieben wurde. Im inneren Hohlraum entsteht eine Lufttasche, die verhindert, dass Schall nach außen entweicht. Laut Hersteller dämpft Mutalk die Sprache des Benutzers um durchschnittlich 20 dB, bei lautem Ton bis zu 30 dB. Einfach ausgedrückt, selbst eine Person in unmittelbarer Nähe wird nicht hören, worüber der Besitzer des Geräts spricht.
Als externes Mikrofon verbindet sich Mutalk mit Smartphones, Tablets und Computern mit den gängigsten Plattformen über eine Standard-Kopfhörerbuchse oder über Bluetooth. Das Gerät verfügt über einen integrierten Akku, der über USB-C aufgeladen wird und bis zu 8 Stunden Akkulaufzeit bietet.
In der Praxis wird das Gadget dabei helfen, wichtige Verhandlungen an öffentlichen Orten zu führen, ohne befürchten zu müssen, Geschäftsgeheimnisse an Passanten oder Cafébesucher weiterzugeben, und sich mit Voice-Chats in Spielen verbinden, ohne befürchten zu müssen, Haushaltsmitglieder nachts aufzuwecken. Mutalk macht auch die Sprache des Trägers verständlicher, indem es Hintergrundgeräusche ausblendet.
Bei einem kurzen Gespräch kann das Gerät einfach mit der Hand an den Mund gedrückt werden und der eingebaute Sensor schaltet es bei Nichtgebrauch automatisch aus. Wenn das Gespräch länger dauern soll, kann Mutalk mit Hilfe eines Tragegurts am Kopf befestigt werden. Das Gerät verspricht nicht billig zu sein – es wird im November oder Dezember zu einem Preis von 19.900 japanischen Yen oder 139 US-Dollar in den Handel kommen.
2022-09-13 12:51:42
Autor: Vitalii Babkin