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Das LOFAR-Teleskop entdeckt Alcyoneus – die größte Radiogalaxie

Das LOFAR-Teleskop entdeckt Alcyoneus – die größte Radiogalaxie

Die neu entdeckte Radiogalaxie mit dem Namen Alcyoneus (Alcyoneus) hat eine geschätzte Länge von 16,3 Millionen Lichtjahren (4,99 Megaparsec).

Die meisten galaktischen Ausbuchtungen enthalten ein supermassereiches Schwarzes Loch, das wächst, indem es Gas, Staub und Sterne aus seiner Umgebung ansammelt.

Das Schwarze Loch stößt einen Teil seines Akkretionsscheibenplasmas aus der Wirtsgalaxie entlang zweier kollimierter magnetisierter Jets aus, die auf seine Rotationsachse ausgerichtet sind.

Relativistische Elektronen erzeugen durch ihre spiralförmige Bewegung Synchrotronstrahlung, die mit Radioteleskopen beobachtet wird.

Die beiden Jets verschwinden entweder allmählich oder enden als Hot Spots an den Enden diffuser Keulen und reichern schließlich das intergalaktische Medium mit kosmischer Strahlung und Magnetfeldern an. Die gesamte leuchtende Struktur wird als Radiogalaxie bezeichnet.

Die Definition einer riesigen Radiogalaxie berücksichtigt unsere begrenzte Fähigkeit, aus Beobachtungen auf die wahre Länge einer Radiogalaxie zu schließen, sagen Astronomen.

Eine Radiogalaxie wird genau dann als riesige Radiogalaxie bezeichnet, wenn ihre eigene Länge in Projektion auf die Himmelsebene einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, der normalerweise auf 2,3 oder 3,3 Millionen Lichtjahre festgelegt wird.

In der griechischen Mythologie war Alcyoneus oder Alcyoneus der traditionelle Widersacher des Helden Herkules. Normalerweise galt er als einer der Riesen, ein Nachkomme von Gaia.

Derzeit sind etwa tausend riesige Radiogalaxien bekannt, von denen die meisten im nördlichen Teil des Himmels entdeckt wurden.

Etwa hundert überschreiten 6,5 Millionen Lichtjahre und zehn überschreiten 9,8 Millionen Lichtjahre; 16 Millionen Lichtjahre, das längste projektive Objekt ist J1420-0545.

Die neue riesige Radiogalaxie wurde erstmals in Bildern identifiziert, die vom Low Frequency Array Telescope (LOFAR) als Teil der LOFAR Two-Meter Sky Survey aufgenommen wurden.

Das Objekt mit dem Namen Alcyoneus ist mindestens 16,3 Millionen Lichtjahre lang und besteht aus einer zentralen Düsenstruktur und zwei äußeren Funkwolken.

Die Radioquelle ist mit SDSS J081421.68+522410.0 verbunden, einer elliptischen Galaxie, die etwa 3 Milliarden Lichtjahre entfernt im Sternbild Luchs liegt.

Das Bild der beiden Plasmawolken ist etwas Besonderes, weil wir noch nie zuvor eine so große Struktur gesehen haben, die von einer einzigen Galaxie geschaffen wurde, sagten die Forscher. Die Entdeckung zeigt, dass sich der Einflussbereich mancher Galaxien weit über ihre unmittelbare Umgebung hinaus erstreckt.

Laut den Autoren lebt Alcyoneus höchstwahrscheinlich in einem Faden des Cosmic Web.

Das kosmische Netz ist ein anderer Name für das moderne Universum der Erwachsenen, das wie ein Netzwerk aus Filamenten und Knoten aussieht, die Astronomen Filamente bzw. Cluster nennen, sagten sie.

Galaxien in Filamenten und Haufen sind für sich allein gut sichtbar, aber der Nachweis des Mediums zwischen Galaxien ist nur in Haufen gelungen – mit wenigen Ausnahmen. Konnte Alcyoneus das ändern? Da es wie die Milchstraße in einem Filament lebt, spüren seine Schwaden einen Gegenwind, wenn es sich durch das Medium bewegt.

Dabei ändert sich unauffällig Richtung und Form der Züge: Sie führen mit einem unsichtbaren Partner einen langsamen Tanz auf. Wissenschaftler sind seit vielen Jahren davon ausgegangen, dass die Form und der Druck in den Schwaden von Radiogalaxien mit den Eigenschaften der Filamente zusammenhängen könnten, aber noch nie zuvor haben sie ein Beispiel gefunden, bei dem dieser Zusammenhang so plausibel wäre wie im Fall von Alcyoneus.

Die Federn von Alcyoneus sind so groß und spärlich, dass die Umwelt sie relativ leicht bilden kann, sagen die Forscher.

Über die Entdeckung wird in einem Artikel berichtet, der in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht werden soll.


2022-02-17 08:19:55

Autor: Vitalii Babkin

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