Die University of Hawaii gab kürzlich bekannt, dass das ATLAS-Asteroiden-Frühwarnsystem sein Netzwerk auf der Südhalbkugel der Erde um zwei neue Teleskope erweitert hat, die kontinuierliche Beobachtungen des gesamten Nachthimmels der Erde ermöglichen. Zuvor gab es Teleskope nur auf der Nordhalbkugel, die täglich nur eine Hälfte des Himmels überblickten. In der planetaren Verteidigung der Erde wurde eine ernsthafte Lücke geschlossen, die auf die rechtzeitige Erkennung von Gefahren hoffen lässt.
Das ATLAS oder Asteroid Terrestrial-Impact Last Alert System wird aus dem NASA-Budget finanziert und beinhaltet die Erkennung von Weltraumobjekten in Erdnähe Wochen oder Tage vor einer möglichen Kollision mit unserem Planeten. Die Projektunterstützung wurde vom Institut für Astronomie der Universität von Hawaii gewonnen, das 2015 seinen Dienst für das NASA Planetary Defense Coordination Office (PDCO) aufnahm. Das zweite Teleskop in 160 km Entfernung vom ersten wurde 2017 in Betrieb genommen. Beide befinden sich auf den Hawaii-Inseln und beide sind Roboter mit Spiegeln mit einem Durchmesser von 0,5 Metern.
Die Ausweitung der Finanzierung des Projekts durch die NASA hat die Errichtung von zwei weiteren Teleskopen ermöglicht: eines in Chile am El Saus Observatory und das zweite in Südafrika als Teil des South African Astronomical Observatory (SAAO). Wenn es auf Hawaii Tag ist, scannen Teleskope auf der Südhalbkugel den Himmel nach erdnahen Objekten. Sie sehen nicht alles im Voraus, aber während ihres Dienstes konnte das erste Teleskoppaar mehr als 700 erdnahe Asteroiden und 66 Kometen entdecken, darunter zwei sehr kleine Asteroiden - 2019 MO und 2018 LA, die tatsächlich mit kollidierten die Erde.
Es ist wichtig, dass die NASA nicht nur versucht, für die Erde gefährliche Asteroiden zu entdecken, sondern auch Methoden entwickelt, um die Flugbahnen von Asteroiden zu verändern. Ende letzten Jahres wurde die DART-Mission gestartet, bei der eine Kamikaze-Sonde versuchen soll, ihren Kurs zu ändern, indem sie einen Asteroiden trifft. Der Aufprall wird relativ schwach sein und nicht zur Zerstörung eines Himmelskörpers führen, aber seine Folgen können in terrestrischen Teleskopen verfolgt werden, indem die Umlaufbahn des Zielasteroiden verändert wird.
2022-02-04 16:19:12
Autor: Vitalii Babkin