Die US National Aeronautics and Space Administration (NASA) gab den erfolgreichen Abschluss der dritten von sieben Phasen der Ausrichtung des 6-Meter-Spiegels des James-Webb-Weltraumteleskops bekannt. Dies bedeutet, dass das Gerät noch näher daran gerückt ist, sich in ein vollwertiges Weltraumobservatorium zu verwandeln und wissenschaftliche Forschung zu beginnen.
Es wird erwartet, dass der Prozess des Aufbaus und der Inbetriebnahme des James-Webb-Teleskops noch einige Monate dauern wird. Wissenschaftler der NASA bewegen sich planmäßig auf ihr Ziel zu. Eine der jüngsten Errungenschaften des JWST-Teams war die Eliminierung großer Abweichungen in der Positionierung der 18 Elemente des Hauptspiegels des Teleskops relativ zueinander.
Zuerst erstellte das Teleskop 18 unscharfe Bilder desselben Sterns unter Verwendung separater Spiegelsegmente. Danach wurden Haupt- und Fangspiegel so ausgerichtet, dass ein symmetrisches Bild entstand (Foto oben). Dann änderten die Segmente ihre Position, sodass die reflektierten Photonen auf den Infrarotsensor des NIRCam-Instruments trafen. Letztendlich konnte sichergestellt werden, dass die fokussierten Aufnahmen von jedem der Segmente einander überlagert wurden, sodass ein einziges Bild des Sterns entstand, wie auf dem Foto unten.
„Wir haben noch viel zu tun, aber wir sind zunehmend zufrieden mit den erzielten Ergebnissen. Jahrelanges Planen und Testen zahlen sich aus, und das Team freut sich auf die nächsten Wochen und Monate“, sagte Lee Feinberg, Spezialist für optische Elemente bei JWST.
Obwohl Wissenschaftler einzelne Bilder des Sterns zusammensetzen konnten, funktionieren die Segmente des Spiegels weiterhin wie 18 kleine Teleskope. Damit sie als Ganzes funktionieren, müssen die Wissenschaftler die Position aller Elemente des Spiegels genau abstimmen. Nun beginnt die vierte Stufe der Spiegelausrichtung, bei der die Wissenschaftler vertikale Versätze zwischen den Spiegelsegmenten sowie kleine Höhenunterschiede zueinander ermitteln und eliminieren müssen. Dadurch wird "James Webb" in der Lage sein, noch besser fokussierte und schärfere Bilder zu erhalten, was ihn dem Beginn wissenschaftlicher Beobachtungen noch näher bringen wird.
2022-03-01 15:22:04
Autor: Vitalii Babkin