IBM Research hat mit Unterstützung der Michael J. Fox Foundation (MJFF) eine Entdeckung gemacht, die klinischen Forschern helfen wird, die Parkinson-Krankheit besser zu verstehen.
Spezialisten der IBM-Forschungsabteilung haben eine auf künstlicher Intelligenz basierende Plattform entwickelt, die die typischen Symptome der Parkinson-Krankheit gruppieren und ihre Entwicklung bei Patienten genau diagnostizieren kann, auch wenn diese Medikamente einnehmen, um die Manifestationen dieser Symptome zu kompensieren.
Ein Bericht über diese Entdeckung wurde auf den Seiten von The Lancet Digital Health veröffentlicht. IBM Research und MJFF arbeiten seit 2018 zusammen. Ziel des Projekts ist es, maschinelle Lerntechnologien anzupassen, um klinischen Forschern zu helfen, die Grundlagen der Parkinson-Krankheit besser zu verstehen, insbesondere in dem Teil, in dem die Krankheit bei verschiedenen Menschen unterschiedlich verläuft.
Als Ausgangsdaten wurden die Informationen verwendet, die von Patienten über sieben Jahre gesammelt wurden. Künstliche Intelligenz machte es möglich, einige bisher unbekannte Muster zu erkennen, und auf Basis dieser Daten konnte das System basierend auf Statistiken und früheren Studien separate Prognosen für die weitere Entwicklung von Krankheiten erstellen.
Als Ergebnis entdeckten die Forscher, dass der Zustand eines Patienten von einer Reihe von Faktoren abhängen kann. Zu diesen Faktoren gehören Aktivitätsmerkmale im Alltag, Probleme mit der Verlangsamung, Zittern der Gliedmaßen, Instabilität der Körperhaltung sowie Symptome, die nicht direkt mit der Motorik zusammenhängen: Depressionen, Angstzustände, kognitive Beeinträchtigungen und Schlafstörungen. Darüber hinaus hat die KI gelernt, den Beginn eines schweren Stadiums der Parkinson-Krankheit vorherzusagen.
Klinische Studien haben gezeigt, dass das von IBM Research vorgeschlagene Modell ziemlich genaue Vorhersagen liefert. Zu den Ausgangsdaten werden in Zukunft weitere Faktoren hinzukommen, darunter genetische Informationen und Daten aus der Bildgebung, die letztendlich eine noch detailliertere Untersuchung der Krankheit ermöglichen.
2021-07-30 17:34:48
Autor: Vitalii Babkin