Moderne Technologien zur automatischen Verkehrssteuerung sind stark von Satellitenortungssystemen abhängig, deren Signale hinter natürlichen Barrieren oder unter der Erde einfach nicht verfügbar sind. Japanischen Spezialisten ist es gelungen, ein System zu entwickeln, das es der Automatisierung ermöglicht, unter solchen Bedingungen zu navigieren.
Wie in der Nikkei Asian Review festgestellt, sind Bauunternehmen daran interessiert, solche Technologien auf dem japanischen Markt zu fördern. Taisei testete die 3D-Tunnelkartierungstechnologie mit einem Lasersensorsystem. Durch das Scannen des Raumes um sie herum können sich Baumaschinen mit dieser Technologie nicht nur genau in die richtige Richtung bewegen, sondern auch Hindernissen ausweichen, die vor ihnen entstehen oder stoppen. Bisher hat niemand eine solche Technologie auf dem japanischen Markt mit ausreichender Einsatzbereitschaft angeboten.
Als Testplattform diente ein Müllwagen, der mit einer Geschwindigkeit von 5 km/h durch den Tunnel fuhr. Die erste Fahrt mit einem Fahrer am Steuer diente dazu, eine dreidimensionale Karte zu erstellen, die das nachfolgende Auto bereits im Automatikmodus machen konnte. Das Bauunternehmen Obayashi beabsichtigt, bis 2030 alle Baumaschinen auf Autopilot zu stellen, und einige seiner Konkurrenten haben bereits eine Turmdrehkran-Fernsteuerung entwickelt. Es macht den Bediener überflüssig, sich in großer Höhe in der Krankabine aufzuhalten. Auch australische Bergbauunternehmen sind daran interessiert, die Verwaltung ihrer Ausrüstung zu automatisieren.
2021-06-11 23:52:03
Autor: Vitalii Babkin