In einer Rede auf der gestrigen Veranstaltung im Berliner Tesla-Werk versicherte Firmenchef Elon Musk, dass im kommenden Monat die ersten Autos vom Band laufen werden. Es könnte jedoch viel länger dauern, bis die Massenproduktion in Betrieb genommen wird, fügte er hinzu.
Musk hofft, in den kommenden Wochen die Genehmigung der örtlichen Behörden zu erhalten, und dann kann das Werk mit der Produktion beginnen. Am 14. Oktober endet die letzte Reihe öffentlicher Konsultationen mit den Gegnern der Anlage, danach wird das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die endgültige Entscheidung treffen.
„Es ist gut, mit der Produktion zu beginnen, aber es ist sehr schwierig, in die Massenproduktion zu gehen. Es wird mehr Zeit brauchen, um eine Massenproduktion zu erreichen, als eine Anlage zu bauen“, sagte Musk von der Bühne vor einem jubelnden Publikum. Er fügte hinzu, dass die Produktion von 5.000 oder "hoffentlich 10.000" Autos pro Tag betragen wird, wobei bis Ende nächsten Jahres Batterien in der Nähe produziert werden. Musk verteidigte sein Werk auch vor Kritikern und betonte, dass die Produktion "relativ wenig" Wasser benötige und die Batterieproduktion "umweltfreundlich" sein werde.
Einige Einheimische und Umweltgruppen sind jedoch immer noch unzufrieden mit Musks Ansatz, der ihrer Meinung nach nicht mit der deutschen Geschäftskultur vereinbar ist. „Ich würde ihm raten, mit dem Bau von Elektroautos aufzuhören und zum Mars zu fliegen“, sagte Manu Hoyer, Leiter einer kleinen Protestaktion von Anwohnern, die sich aus Umweltgründen gegen die Anlage stellen: Sie sind zuversichtlich, dass die Anlage das Trinkwasser verschmutzen wird.
Nach Einschätzung des brandenburgischen Wirtschaftsministers wird die Anlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % eine Startgenehmigung erhalten. Weitere 5 Milliarden Euro will das Unternehmen in den Bau einer Batteriefabrik investieren, die in der Nähe entstehen soll. Die Gesamtkapazität des Unternehmens wird 50 GWh betragen. Musk stellte auch klar, dass Personalmangel ein weiteres Problem sein könnte, und forderte potenzielle Mitarbeiter auf, sich aus ganz Europa zu bewerben. Er hofft, dass die Batteriefabrik Ende nächsten Jahres in Massenproduktion gehen wird.
2021-10-10 14:53:01
Autor: Vitalii Babkin