Im Gegensatz zur Erde sind Wolken auf dem Mars ein eher seltenes Phänomen, das mit der nahezu feuchtigkeitsfreien Atmosphäre des Roten Planeten in Verbindung gebracht wird. Dem Rover Curiosity gelang es jedoch immer noch, sie einzufangen, und dies wird den NASA-Spezialisten helfen, die Natur ihrer Formation besser zu verstehen.
In der Regel bilden sich während der kältesten "Winter"-Periode am Äquator Cluster von Marswolken. Im Verlauf der jüngsten Beobachtungen bei der NASA machten sie jedoch darauf aufmerksam, dass Wolken etwas früher erscheinen. Dank der Curiosity-Mastkameras konnten Wissenschaftler mehrere einzigartige Schwarzweiß- und Farbbilder von Marswolken aufnehmen und ihre Bewegung über den Himmel verfolgen.
Im Aussehen ähneln sie sehr Cirruswolken, die sich in einer Höhe von 6-8 km über der Erdoberfläche bilden. Genau wie sie bestehen die Marswolken aus Eiskristallen, sie befinden sich jedoch in einer viel höheren Höhe - bis zu 60 km. Sie bestehen nach Angaben der Forscher aus gefrorenem CO2 und Trockeneis.
Nach eingehender Untersuchung der Bilder von Curiosity - von besonderem Interesse sind die fünf Fotos von Perlmuttwolken vom 5. März - können die Wissenschaftler herausfinden, welche von ihnen aus Trockeneis und welche aus Wasser bestehen. Dadurch wird der Prozess der Wolkenbildung in der Marsatmosphäre viel verständlicher.
2021-06-01 16:08:26
Autor: Vitalii Babkin