Eine neue Studie legt nahe, dass alte Menschen eine große Rolle bei der Auswahl von Hunden mit den süßesten Gesichtern spielten.
Menschen haben Hunde (Canis familiaris) domestiziert, indem sie auf die Gesichtsausdrücke (Maulkörbe) achten, die Hunde erzeugen, indem sie eine Reihe von Gesichtsbewegungen auswählen.
Haushunde und Menschen können die Gesichtsausdrücke des anderen genau lesen, und die Bewegung um die Augen von Hunden wird von Menschen sehr geschätzt. Diese einzigartige gegenseitige Fähigkeit, Gesichtsausdrücke genau zu verarbeiten, ist Teil der starken Bindung zwischen Hund und Mensch.
Genau zu verstehen, wie sich die Gesichter von Hunden und grauen Wölfen (Canis lupus) voneinander unterscheiden, ist grundlegend für das Verständnis der Tierdomestikation, der Hundeevolution und des Ursprungs des menschlichen Verhaltens seit dem Jungpaläolithikum.
Hunde unterscheiden sich von anderen Säugetieren in ihrer gegenseitigen Bindung zu Menschen, die durch gegenseitige Blicke demonstriert werden kann, was wir zwischen Menschen und anderen Haustieren wie Pferden oder Katzen nicht sehen, sagte Anne Burrows, Professorin an der Duquesne University.
Unsere vorläufigen Ergebnisse liefern ein tieferes Verständnis der Rolle, die der Gesichtsausdruck bei der Interaktion und Kommunikation zwischen Hund und Mensch spielt.
In der neuen Studie konzentrierten sich Ann Burroughs und ihre Kollegin Kaylie Omstead auf die Anatomie winziger Muskeln, die zur Bildung von Gesichtsausdrücken verwendet werden, den sogenannten Gesichtsmuskeln.
Beim Menschen werden diese Muskeln von schnell zuckenden Myosinfasern dominiert, die sich schnell zusammenziehen, aber auch schnell ermüden, was erklärt, warum wir Gesichtsausdrücke schnell bilden, aber nicht lange halten können.
Muskelzellen mit langsameren Fasern sind effizienter für lange, kontrollierte Bewegungen und ermüden nicht so schnell.
Für die Studie verglichen die Autoren Myosinfasern in Gesichtsmuskelproben von Wölfen und Haushunden.
Ihre Ergebnisse zeigten, dass Hunde und Wölfe wie Menschen Gesichtsmuskeln haben, die von schnell zuckenden Fasern dominiert werden, aber Wölfe haben im Vergleich zu Hunden einen höheren Anteil an langsam zuckenden Fasern.
Diese Unterschiede deuten darauf hin, dass schnellere Muskelfasern zur Fähigkeit eines Hundes beitragen, effektiv mit Menschen zu kommunizieren.
Durch den Prozess der Domestizierung konnten Menschen Hunde selektiv züchten, basierend auf Gesichtsausdrücken, die ihren eigenen ähnlich waren, und im Laufe der Zeit könnten sich die Muskeln der Hunde entwickeln, um schneller zu werden, was die Kommunikation zwischen Hunden und Menschen weiter erleichtert, sagen Wissenschaftler.
Mehr Fast-Twitch-Fasern ermöglichen eine größere Gesichtsbeweglichkeit und schnellere Muskelbewegungen, was kleine Bewegungen wie das Anheben einer Augenbraue und die kurzen, kräftigen Muskelkontraktionen ermöglicht, die mit dem Bellen verbunden sind.
Andererseits sind Slow-Twitch-Fasern wichtig für ausgedehnte Muskelbewegungen, wie sie Wölfe beim Heulen verwenden.
Weitere Studien sind erforderlich, um unsere neuen Erkenntnisse mit Antikörperfärbung zu bestätigen, die zur Differenzierung zusätzlicher Myosinfasertypen geeignet ist, was ein neues Licht auf anatomische Unterschiede zwischen Hunden und Wölfen werfen könnte, sagten die Wissenschaftler.
2022-04-22 00:01:22
Autor: Vitalii Babkin