Während des Online-Events Steam Deck Development enthüllte Valve einige Details der Arbeit an der Handheld-Konsole sowie den AMD-Chip, der das Gerät antreibt.
Der Hybridchip mit dem Codenamen Aerith wurde von AMD von Grund auf entwickelt, um eine konstante Leistung im Laufe der Zeit zu gewährleisten. Die Plattform basiert auf einem zentralen 4-Kern- und 8-Thread-Zen-2-Prozessor, der mit 2,4 bis 3,5 GHz getaktet ist. Mit Blick auf die Ziele des Projekts hat sich Valve auf stabile Taktraten konzentriert. Die FP32-Spitzenleistung des Chips mit Zen 2 beträgt 448 Gflops – dies ist nicht die effizienteste Methode, um die Fähigkeiten des Prozessors zu messen, aber andere Daten hat Valve noch nicht bereitgestellt. Aerith ist etwas langsamer als der Ryzen 3 Pro 4450U (473,6 Gflops), der der engste Konkurrent auf dem Markt ist.
Aerith hat eine TDP von 4 bis 15 Watt. Es gibt kein hartes Temperaturlimit für den Chip, daher fordert Valve die Spieleentwickler auf, die Anzahl der Frames zu begrenzen. Diese Entscheidung war bewusst - das Unternehmen wollte sicherstellen, dass Aerith sowohl mit dem Netzwerk als auch offline die gleiche Leistung zeigt. Unter bestimmten Bedingungen, zum Beispiel beim Spielen in der Sonne an einem heißen Tag, kann das Steam Deck weitere Parameter begrenzen: die Ladegeschwindigkeit des Geräts, die Downloadgeschwindigkeit oder die Bandbreite der SSD – alles für eine stabile Grafikleistung.
Vier Zen-2-CPU-Kerne arbeiten in Verbindung mit acht RDNA-2-Einheiten (von 1 GHz bis 1,6 GHz). Dies ist die gleiche RDNA 2-Architektur, die in den neuesten AMD Radeon-Grafikkarten zu finden ist und denselben Funktionsumfang unterstützt, einschließlich der intelligenten Skalierung FidelityFX Super Resolution (FSR). Auf dem Papier zeigt ein RDNA 2-Block eine FP32-Leistung von 1,6 Teraflops. In der Praxis erreicht das Steam Deck mit vernünftigen Grafikeinstellungen in vielen modernen Spielen bis zu 60 Bilder pro Sekunde.
Aerith arbeitet mit 16 GB LPDDR5-Speicher (bis zu 88 Gbit/s Bandbreite) und 1 GB VRAM. Dies ist der erste AMD-Chip, der mit LPDDR5 arbeiten kann. Wie Valve klarstellte, funktionieren moderne Spiele mit Speichergrößen von 8 bis 12 GB hervorragend, 16 GB werden also für die Zukunft ausreichen. Das Steam Deck sollte ursprünglich im Dezember erscheinen, aber ein Mangel an Chips zwang Valve, den Start auf den nächsten Februar zu verschieben.
2021-11-13 16:42:36
Autor: Vitalii Babkin