Das Luft- und Raumfahrtunternehmen ThrustMe hat umfangreiche Tests eines Jodid-Gas-Elektromotors im Weltraum durchgeführt. Das Antriebssystem hat sich von seiner besten Seite gezeigt und die Entwickler sind zuversichtlich, dass diese Technologie dazu beitragen wird, effizientere und kostengünstigere Triebwerke für Satelliten zu schaffen.
Raumschiffe, die sich in verschiedenen Umlaufbahnen befinden und um die Erde kreisen, verwenden Elektromotoren, um ihre Umlaufbahn zu manövrieren und zu korrigieren. Solche Anlagen nutzen elektrische und magnetische Felder, um die Partikel des Arbeitsstoffes zu beschleunigen. Im Weltraum werden in der Regel Motoren eingesetzt, die einen Arbeitsstoff mit niedriger Ionisationsschwelle und hoher Atommasse verwenden. Derzeit spielt diese Rolle am häufigsten das Edelgas Xenon, das teuer in der Herstellung und schwer zu lagern ist. Das Testen der ThrustMe-Engine kann der Ausgangspunkt für kostengünstigere Alternativen sein.
Bodentests des Triebwerks mit Jodidgas als Treibmittel waren vielversprechend. Die Tatsache seiner Arbeit im Weltraum ist jedoch ein klares Zeichen für die Aussichten eines solchen Konzepts. Der Test wurde unter Verwendung einer kompakten 20 kg CubeSat-Apparatur durchgeführt, die mit einem NPT30-I2-Motor ausgestattet war. Der Satellit manövrierte während der Tests erfolgreich, und das Jodkraftwerk selbst erwies sich im Vergleich zu seinem Xenon-Pendant als effizienter.
Es wird erwartet, dass in den kommenden Jahren Zehntausende von Satelliten ins All geschossen werden, daher ist es eine Priorität, sie kompakter und effizienter zu machen. Die Verwendung von Jod, um Raumschiffe erschwinglicher und effizienter zu machen, hat viele potenzielle Vorteile in Bezug darauf, wie Satellitenkonstellationen eingesetzt werden können, wie Raumschiffe Kollisionen mit anderen Objekten vermeiden, wie verbrauchte Einheiten entsorgt werden usw.
Wissenschaftler müssen jedoch viele Probleme lösen. Es ist wichtig zu verstehen, dass Jod eine sehr korrosive Substanz ist, daher muss Keramik verwendet werden, um die Teile des Satelliten zu schützen. Außerdem reagieren Jodmotoren nicht so schnell wie Xenonmotoren. Dennoch ist der aktuelle Test bereits ein beachtlicher Erfolg und zeigt deutlich das Versprechen der Technologie.
2021-11-19 03:54:29
Autor: Vitalii Babkin