Bereits im Sommer 2020 warf Tesla dem Elektro-Pickup-Hersteller Rivian vor, nicht nur wertvolles Personal abzuwerben, sondern auch zu versuchen, mit ihnen Zugang zu vielversprechender Batterietechnologie der nächsten Generation zu bekommen. Die Gerichtssitzung hat die Gültigkeit dieser Anschuldigungen noch nicht bestätigt, und es wurde beschlossen, den Fall um neue Fakten zu erweitern.
Die Bloomberg-Ressource berichtete über die Nuancen der Konfrontation zwischen den Unternehmen. Die ersten Klagen von Tesla wurden bereits im Juli 2020 registriert, aber selbst die Existenz einer Klage hinderte Rivian laut dem Kläger nicht daran, weiteres Personal abzuwerben und geistiges Eigentum zu stehlen. Laut Tesla wurde in diesem Sommer eine der Episoden aufgenommen, und einige Überläufer in Rivian wurden auf frischer Tat ertappt, als sie versuchten, Schlüsseltechnologien für die Produktion von Batterien der neuen Generation an das Unternehmen zu übertragen.
Laut Tesla hat die skrupellose Aktivität von Rivian im Laufe der Zeit zugenommen, da das letzte der Unternehmen in mehr als zehn Jahren seines Bestehens noch kein einziges Serienfahrzeug auf den Markt gebracht hat, was bei den Anlegern für Unmut sorgt. Wir fügen hinzu, dass Rivian bereits letzten Monat offiziell mit der Auslieferung der ersten Elektro-Pickups R1T begonnen hat – vermutlich wurden Teslas Aussagen vor dem richtigen Zeitpunkt gemacht.
Das kalifornische Staatsgericht erlaubte Tesla, neue Klagen in dem Fall einzureichen, und die Zahl der angeklagten ehemaligen Mitarbeiter des Unternehmens stieg um drei Personen. Rivian erhob Einwände gegen die Ausweitung des Verfahrens, da die Vorwürfe für unbegründet gehalten wurden und auch eine Verzögerung des Prozesses befürchtet wurde. Auch Rivian legte im März dieses Jahres keine Berufung gegen Teslas Anschuldigungen ein. Die Gerichtssitzung Ende September führte zu einer Konsolidierung des Falles durch die Aufnahme neuer Ansprüche, gleichzeitig stellte der Richter jedoch fest, dass die Klägerin es versäumt habe, die Übermittlung wertvoller Informationen durch Dritte an die Beklagte zu beweisen . Rivian wiederum ist der Ansicht, dass die von Tesla bereitgestellten Informationen zu seinen Geschäftsgeheimnissen es nicht ermöglichen, festzustellen, worum es genau geht und ob solche Informationen überhaupt als Geschäftsgeheimnisse angesehen werden können.
2021-10-04 17:14:32
Autor: Vitalii Babkin