Letztes Jahr fügte Samsung seiner Flaggschiff-Mobilplattform Exynos 2200 das Grafiksubsystem Xclipse 920 hinzu, das auf der Mikroarchitektur AMD RDNA 2 basiert.
„Wir haben uns entschieden, die Fähigkeiten der RDNA-Serie im Rahmen unserer engen Zusammenarbeit mit AMD auch in Zukunft weiter zu implementieren. Mobile Grafik liegt in der Regel etwa fünf Jahre hinter Konsolen zurück, aber dank unserer Zusammenarbeit mit AMD konnten wir schnell die neueste Konsolentechnologie auf den Mobilprozessor Exynos 2200 bringen“, sagte Sungboem Park, Vice President of GPU Development bei Samsung.
Die RDNA 2-basierte Radeon RX 6000-Grafikkartenfamilie von AMD hat sich seit Jahren als die wettbewerbsfähigste im Sortiment des Unternehmens erwiesen, obwohl Raytracing nicht seine Stärke ist. Aber im mobilen Segment glänzte die auf derselben Architektur basierende Xclipse 920-Grafik nicht und verlor in einigen Tests gegen die Flaggschiff-Snapdragon-Plattform. Kürzlich unterzeichnete der koreanische Hersteller eine Vereinbarung zum Ausbau seiner strategischen Partnerschaft mit Qualcomm – Chips des amerikanischen Entwicklers könnten auf Galaxy-S-Flaggschiffmodellen für alle Regionen erscheinen. Snapdragon betreibt normalerweise amerikanische und asiatische Versionen von Samsung-Flaggschiffen, während europäische traditionell mit eigenen Exynos-Chips ausgestattet sind.
Während die AMD RDNA-Architektur leistungsstark und skalierbar ist, spielt auch die Implementierung des Produkts eine Rolle. Dies hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich der Erfahrung des Ingenieurteams, der Konstruktionsmerkmale, der Kosten und der technologischen Prozesse. Es ist möglich, dass sich das Potenzial von AMD-Lösungen auch in zukünftigen Exynos-Generationen noch entfalten kann.
2022-08-26 12:35:14
Autor: Vitalii Babkin