Der anhaltende Mangel an Komponenten für die Produktion der neuesten Grafikbeschleuniger zwingt die Hersteller, nach alternativen Wegen zu suchen. MSI hat sich beispielsweise entschieden, eines der NVIDIA-Modelle der Kepler-Generation, die GeForce GT 730, wieder zum Verkauf anzubieten.
Heute ist die GeForce GT 730 kaum noch eine Gaming-Grafikkarte, aber sie kann eine vorübergehende Lösung für Besitzer von Systemen sein, die auf Ryzen-Prozessoren basieren, die keine integrierte GPU haben, oder für diejenigen, die eine etwas leistungsstärkere Grafik als die integrierte GPU von Intel-Prozessoren.
Es sei daran erinnert, dass MSI einst bis zu 12 verschiedene Versionen der GeForce GT 730 produzierte. Damit wurde die Neuheit mit der Modellnummer N730K-2GD3H / LPV1 für den Hersteller die dreizehnte Verkörperung der lange vergessenen Kepler-Architektur. Der Beschleuniger enthält 384 CUDA-Kerne. Der Grafikchip der Grafikkarte arbeitet mit einer Frequenz von bis zu 902 MHz. Der Beschleuniger ist mit 2 GB DDR3-Videospeicher ausgestattet, der einen 64-Bit-Bus unterstützt und mit 1600 MHz arbeitet.
Die GeForce GT 730 bietet eine Low-Profile-Leistung. Die Länge der Grafikkarte beträgt nur 146 mm. Dadurch passt es in praktisch jede PC-Gehäusegröße. Für die Kühlung ist bei der MSI GeForce GT 730 ein passiver CO, bestehend aus einem Aluminium-Radiator, zuständig - die Grafikkarte erzeugt keinen unnötigen Lärm. Auch der Strombedarf für einen Vertreter der Kepler-Serie ist gering – er verbraucht nur 23 W, sodass die Grafikkarte einen regulären Anschluss über einen PCIe-2.0-Anschluss benötigt. Der Hersteller empfiehlt jedoch, bei diesem Modell ein Netzteil mit 300 W oder mehr zu verwenden.
Die Neuheit unterstützt den Anschluss von bis zu drei Monitoren. Der Grafikbeschleuniger ist mit einem DVI-D, einem HDMI 1.4 und einem D-Sub (VGA) ausgestattet. Der Hersteller behauptet, dass die Grafikkarte Auflösungen bis zu 4096 × 2160 Pixel unterstützt, jedoch mit einer Bildwiederholfrequenz von nicht mehr als 30 Hz.
Zuvor wurde berichtet, dass NVIDIA mit der Veröffentlichung der Treiber der R470-Serie den Support für Grafikkarten auf Basis der Kepler-Architektur einstellen wird. Dies ist aber kein Problem, da solche Lösungen mit den neuesten Spielen sowieso nicht zurechtkommen. Laut der Ressource Tom’s Hardware werden in den USA Nicht-Referenzversionen der GeForce GT 730 ab 78 US-Dollar verkauft, was für einen Beschleuniger vor sieben Jahren sehr teuer war. In Japan kostet die bereits im Handel erhältliche MSI GeForce GT 730 4.565 Yen (ca. 42 US-Dollar) inklusive Steuern.
2021-06-10 17:55:32
Autor: Vitalii Babkin