Fast ein Vierteljahrhundert nach seiner Gründung entschied sich das kanadische Unternehmen D-Wave Systems für den Börsengang. Quantentechnologien gewinnen schnell an Popularität. Auf dieser Welle besteht die Möglichkeit, gutes Kapital zu verdienen und Mittel für die weitere Entwicklung zu beschaffen, einschließlich des Eintritts in neue Märkte. Die eingeworbenen Gelder plant D-Wave Systems, wenn sie erscheinen, für Werbezwecke in Entwicklungsländern zu verwenden.
Es wird berichtet, dass das Unternehmen seine Aktien nicht im Rahmen des IPO-Verfahrens an die Börse bringen wird. Stattdessen wird ein Tool wie SPAC (Special Purpose Acquisition Company) verwendet. Dies ist eine Fusion mit einem Unternehmen, das speziell für die Fusion mit einem anderen Privatunternehmen gegründet wurde, das an die Börse gehen möchte, ohne den Börsengang (öffentliches Angebot von Aktien) zu durchlaufen. D-Wave Systems wählte DPCM Capital als ein solches Unternehmen für die Fusion aus.
Die Transaktion hat einen Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar.Die Fusion verspricht, bis zu 340 Millionen US-Dollar einzunehmen, darunter 40 Millionen US-Dollar von den Investoren PSP Investments, Goldman Sachs Asset Management, NEC Corporation, Yorkville Advisors und Aegis Group Partners. Bemerkenswert ist, dass Aktienanalysten den aktuellen Zeitraum für einen Börsengang als ungeeignet erachten und auf die negativen Erfahrungen einiger Unternehmen verweisen, die sich für einen solchen Schritt entschieden haben. Dennoch ist D-Wave Systems zuversichtlich in seinem Handeln und voller Optimismus für die Zukunft.
Seit etwa anderthalb Jahren beliefert D-Wave Systems den Markt mit einem Advantage-Quantencomputersystem mit 5000 Qubit. Im Januar dieses Jahres wurde beispielsweise eines dieser Systeme in Deutschland installiert. Quantencomputer von D-Wave Systems werden von der Volkswagen AG, Accenture, Lockheed Martin und einigen anderen verwendet.
D-Wave-Systeme können nicht als universelle Quantencomputer angesehen werden, aber sie lösen Optimierungsprobleme viel effizienter als klassische Computer. Sie verwenden das Prinzip des sogenannten Quantenglühens oder der Quantennormalisierung, wenn es darum geht, schnell eine Gruppe optimaler Ergebnisse aus riesigen Datenproben zu finden, ohne das gesamte Array zu sortieren. Es gibt solche Probleme, und Advantage-Systeme sind in der Lage, sie effektiv zu lösen. Mal sehen, wie Aktienspekulanten auf das Erscheinen von „Quanten“-Aktien reagieren werden. Die Aktien von D-Wave Systems werden nach Abschluss der Transaktion an der New Yorker Börse unter dem „QBTS“-Index gehandelt.
2022-02-08 19:09:57
Autor: Vitalii Babkin