Dank Benutzern der HWBot-Community sind alle Motherboards bekannt geworden, die das Übertakten von Alder-Lake-Prozessoren mit einem gesperrten Multiplikator (ohne den Zusatz „K“ im Namen) unterstützen. Leider fiel die Liste sehr bescheiden aus. Gleichzeitig gehören fast alle Modelle zum Premium-Segment und unterstützen keinen DDR4-RAM, was es unmöglich macht, ein relativ günstiges System auf Basis von Alder Lake mit Übertaktungspotenzial zu bauen.
ASUS hat die größte Auswahl an Motherboards, die nicht übertaktbare Prozessoren übertakten können. Die Liste umfasst die Modelle ASUS ROG Maximus Z690 Formula, ROG Maximus Z690 Extreme, ROG Maximus Z690 Hero und ROG Maximus Z690 Apex, die auf dem Intel Z690-Chipsatz basieren, sowie Strix B660-G Gaming Wi-Fi und B660-F Gaming Wi-Fi-Modelle basierend auf dem Intel B660-Chipsatz.
MSI hat drei solcher Boards. Dies sind fortgeschrittene Modelle MSI Z690I Unify, Z690 Unify X und Z690 Ace. Gigabyte hat nur ein Board, das das Übertakten von Alder Lake-Prozessoren ohne das Suffix „K“ unterstützt, und das ist das Aorus Z690 Tachyon. Gleiches gilt für ASRock – nur das Flaggschiff-Modell ASRock Z690 Aqua OC verfügt über dieses Feature.
Das HWBot-Forum bietet auch eine Liste aller bekannten BIOS-Versionen für die oben genannten Boards, die das Übertakten von Chips mit einem gesperrten Multiplikator unterstützen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Intel in Zukunft neue Versionen von Mikrocode veröffentlichen und Motherboards die Möglichkeit nehmen wird, Chips zu übertakten, die nicht dafür ausgelegt sind.
Das Übertakten von Alder-Lake-Prozessoren ohne das „K“-Suffix im Namen ist auf den oben genannten Boards nur möglich, weil sie mit externen Taktgeneratoren ausgestattet sind. Sie werden als separate Komponente auf den Platinen installiert und sind für den Betrieb des BCLK-Busses verantwortlich - durch Erhöhen seiner Betriebsfrequenz wird der Prozessor übertaktet.
Nicht alle Motherboards sind mit externen Taktgeneratoren ausgestattet, da Alder-Lake-Prozessoren selbst mit integrierten BCLK-Bussen ausgestattet sind. Der Unterschied zwischen internem und externem Takt besteht darin, dass ersterer nicht über 103 MHz getaktet werden kann. Der Versuch, dies zu tun, führt zu Instabilität auf anderen Verbindungsbussen. Mit dieser Methode kann der Prozessor nur um etwa 3 % übertaktet werden. Das Umgehen dieser Begrenzung ermöglicht einen externen Taktgenerator.
Technisch spricht nichts dagegen, dass Boardhersteller jedes Modell mit einem externen Taktgenerator ausstatten. Buildzoid stellt in seinem Video fest, dass einige der günstigeren Boards, die auf dem Intel Z690-Chipsatz basieren, dafür sogar Sitze auf dem PCB bieten. Die Installation eines Generators erhöht jedoch die Kosten des Motherboards, weshalb diese Komponente bei Budgetmodellen nicht verfügbar ist.
2022-02-08 19:06:04
Autor: Vitalii Babkin