Forscher des Cancer Research Institute in London haben eine neue Methode zur Bekämpfung von Krebszellen namens "Photoimmuntherapie" entwickelt. Es basiert auf der Technologie der Fluoreszenzchirurgie, bei der ein synthetisches Markermolekül an Proteine in Krebstumoren bindet. Wird das Gewebe anschließend beleuchtet, beginnt das Molekül zu leuchten und erleichtert so das Auffinden und Entfernen von Krebszellen.
Britische Wissenschaftler haben das Basismolekül für die Fluoreszenzchirurgie modifiziert, indem sie ihm einen Wirkstoff hinzugefügt haben. Wenn es mit Infrarotlicht bestrahlt wird, beginnt es, eine aktive Form von Sauerstoff zu erzeugen, die lebende Zellen zerstört. Fluoreszenz hilft im ersten Schritt, Krebszellen zu erkennen und operativ zu entfernen. Beim zweiten bestrahlt der Arzt den behandelten Bereich mit Infrarotlicht und ein Sauerstoffangriff zerstört die übersehenen Einzelzellen, wodurch alle Krebsspuren vollständig entfernt werden.
Um andere lebende Gewebe nicht zu schädigen, wurde das synthetische Molekül an das EGFR-Protein gebunden, das Hauptelement des Hirnkrebs-Glioblastoms. Bei Experimenten an Nagetieren starben Krebszellen innerhalb einer Stunde nach der Einwirkung von Infrarotstrahlung vollständig ab. Darüber hinaus aktivierte ein solcher Eingriff das Immunsystem, das half, mit den Überresten von Krebszellen fertig zu werden, weshalb die Technologie „Photoimmuntherapie“ genannt wurde.
2022-06-26 05:35:12
Autor: Vitalii Babkin