Dem Museum of Osteology in Oklahoma City wurde kürzlich ein alter Schädel geschenkt, dessen charakteristische längliche Form auf seine peruanische Herkunft hinweist. Das bemerkenswerteste und umstrittenste Element ist eine Metallplatte mit komplexer Form an der beschädigten Stelle des Knochens. Es ist Gegenstand von Kontroversen geworden, da es sich entweder um eine kunstvolle Fälschung handelt oder auf die Existenz alter und sehr effektiver Implantationstechnologien in dieser Region hinweist.
Das Museum sagte, dass sie in naher Zukunft keine Gelegenheit haben, eine Untersuchung des Schädels und des Implantats durchzuführen, daher gibt es bis auf ein Foto noch keine Informationen. Aber sie sind auch redegewandt: Laut dem Anthropologie-Professor Daniel Kurin war es ein älterer Mann, der eine ausgedehnte, aber nicht tödliche Kopfwunde davontrug. Die Ränder der Frakturlinien zeigen Zeichen der Heilung – die Person blieb noch mindestens ein paar Monate am Leben. Es ist möglich, dass er einen hohen Status hatte und deshalb versuchten sie, ihn zu heilen, einschließlich riskanter Methoden.
Allein die Tatsache, dass die alten Peruaner versuchten, Löcher in ihren Schädeln mit Metall zu versiegeln, ist nichts Neues. Ein dokumentierter Fall ist bekannt - vor 800 Jahren lebte ein Peruaner, der bis zu seinem Lebensende einen engen Hut mit einer daran angenähten Metallplatte gegenüber der Stelle trug, an der sich eine durchgehende Wunde in seinem Schädel befand. Aber das Platzieren einer Platte direkt auf dem Knochen ist eine viel kompliziertere Technologie. Leider ist es beim Aussehen des Schädels aus dem Museum unmöglich zu verstehen, welche Art von Schaden sich unter dem Metall verbirgt.
Auf der anderen Seite untersuchte Professor John Verano Dutzende von Schädeln mit Platten, aber sie stellten sich alle als Fälschungen heraus. Die Schädel selbst waren uralt, aber zu einem späteren Zeitpunkt wurden ihnen angeblich Implantate beigefügt, um den Wert für den Wiederverkauf zu erhöhen. Es gab aber auch echte Implantate bei Schildkröten, die allerdings posthum als Grabschmuck angebracht wurden. Es ist unwahrscheinlich, dass die alten Peruaner echte medizinische Operationen dieser Komplexität durchführen konnten. Andererseits bedeutet dies nicht, dass sie es nicht versucht haben - vielleicht wurde diese Person Teilnehmer eines verzweifelten Experiments?
2022-02-17 13:20:51
Autor: Vitalii Babkin