Nach Angaben der NASA ereignete sich im Kosmodrom Kuru während der Installation des James Webb Orbital Telescope auf der Trägerrakete Arianespace Ariane 5 ein Vorfall. Die Arbeiter bei der Installation des Teleskops machten ein Versehen, das zu "starken Vibrationen des Raumfahrzeugs" führte. Um die Folgen des Vorfalls abzuschätzen, wurde eine Kommission eingesetzt, die bis Ende dieser Woche ihre Ergebnisse vorlegen wird. Bisher wurde der Start des Teleskops um mehrere Tage verschoben.
Der Start des James-Webb-Teleskops war für den 18. Dezember geplant. Zuvor waren die Starttermine mehrfach verschoben worden. Ursprünglich war geplant, James Webb vor etwa zehn Jahren in den Orbit zu bringen, doch das Projekt wurde wegen seiner technischen Komplexität unterschätzt und immer wieder verschoben.
Es gibt keine Details zu dem unglücklichen Vorfall, als das Teleskop auf der Trägerrakete montiert wurde. Als Grund nannte die NASA "ein plötzliches, ungeplantes Lösen des Klemmbandes, das das Teleskop am Raketenadapter befestigt". Dies ist eine Montierung, die nach dem Trennen des Raumfahrzeugs (in diesem Fall des Teleskops) im Weltraum getrennt werden muss, um es von der Trägerrakete zu trennen.
Die "starken Vibrationen des Observatoriums" machten eine Neudiagnose der Bordsysteme des Teleskops erforderlich. Dies wird einige Zeit in Anspruch nehmen und den Start des Teleskops verschieben. Der vorläufige Start wurde vom 18. Dezember auf den 22. Dezember verschoben, obwohl die Daten möglicherweise noch weiter verschoben werden. Das ist extrem ärgerlich. Das James-Webb-Weltraumteleskop-Projekt gehört zu den Projekten einer Generation und ist sehr wichtig für eine genauere Untersuchung von Weltraumphänomenen.
2021-11-23 08:54:40
Autor: Vitalii Babkin