Das australische Start-up Alauda Aeronautics hat 250 Testflüge mit seiner fliegenden Renndrohne Airspeeder absolviert. Das Gerät bewies seine Zuverlässigkeit und Sicherheit. Der Entwickler glaubt, dass das Auto selbst und alle an seiner Bewegung und Steuerung beteiligten Technologien für eVTOL-Rennen bereit sind. Gründer und CEO Matt Pearson erwartet, den ersten Grand Prix noch in diesem Jahr auszurichten. Im Rahmen des Projekts werden Fahrer ihre Airspeeder vorerst fernsteuern.
Laut New Atlas hat sich Alauda Aeronautics erstmals 2017 angekündigt. Dann veröffentlichte das Startup das Konzept seines eVTOL-Geräts auf Kickstarter, konnte nicht genug Geld für die Produktion im kleinen Maßstab aufbringen und drosselte die Initiative schnell. Zwei Jahre später fand Matt Pearson private Investoren und kehrte zum Design fliegender Motorräder zurück. Seit 2019 testet der Entwickler mehrere funktionierende Airspeeder-Prototypen in Australien und behauptet nun, über 250 erfolgreiche Testflüge absolviert zu haben.
Dem Unternehmer zufolge werden eVTOL-Geräte bald nicht nur für schnelle Flüge zwischen Städten und die Lieferung von Waren auf dem Luftweg nützlich sein, sondern auch als Zuschauersport. Das Startup baut seine Geräte mit Blick auf den Wettbewerb – im Airspeeder sind leistungsstarke Motoren verbaut, die Karosserie besteht aus leichtem Kohlefaser. Auf diese Weise hofft Alauda, Enthusiasten und Investoren für die Branche zu gewinnen, die die Kommerzialisierung von Renn-eVTOLs unterstützen werden.
„Wir können es kaum erwarten, der Welt bis Ende 2022 echten Motorsport der nächsten Generation zu bringen“, sagte Pearson gegenüber Reportern.
Die finale Version des Airspeeders soll in 2,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und in einer Höhe von bis zu 60 Metern eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen. Jedes Motorrad ist mit acht Motoren für acht Propeller und mehr als 20 Sensoren für die Flugsteuerung ausgestattet. Mittels Radar und Lidar stellt das Startup seinen Motorrädern ein „virtuelles Kraftfeld“ zur Verfügung – ein spezielles System, das Kollisionen auch bei hohen Geschwindigkeiten automatisch vermeidet.
Alauda Aeronautics hat bereits Partnerschaften mit Telstra und Amazon Web Services geschlossen. Letzteres wird Airspeeder mit 5G-Netzen verbinden und dabei helfen, die Infrastruktur für die Übertragung von Rennen auf der ganzen Welt aufzubauen. Das erste öffentliche Rennen mit fliegenden Motorrädern findet im vierten Quartal dieses Jahres statt.
2022-08-29 05:35:44
Autor: Vitalii Babkin