Ein aktuelles Leck aus der synthetischen Testdatenbank von Geekbench deutet darauf hin, dass AMDs Zen 4-Serverprozessoren 1 MB L2-Cache pro Kern erhalten werden. Dies wird durch Tests eines Engineering-Samples eines der Prozessoren der EPYC-Genoa-Serie bestätigt. Da AMD-Ryzen-Desktop-Prozessoren aus den gleichen Chiplets wie EPYC-Server-Chips bestehen, gilt der doppelte L2-Cache wahrscheinlich auch für Zen-4-Ryzen-7000-Modelle.
Der obige Chip der Genoa-Serie mit der OPN-Nummer 100-000000479-13 hat 32 physische Kerne an Bord mit Unterstützung für 64 virtuelle Threads und arbeitet mit einer Basisfrequenz von 1,2 GHz. Bedenkt man, dass es sich um ein sehr frühes Engineering-Sample handelt, kann man davon ausgehen, dass die Marktversion des Prozessors eine deutlich höhere Frequenz aufweisen wird.
Laut Geekbench verfügt der getestete Chip über ein Megabyte L2-Cache pro Kern, das ist doppelt so viel wie EPYC-Prozessoren der Serien Naples, Rome und Milan. Gleichzeitig hat sich die Größe des L3-Cache im neuen Chip im Vergleich zur gleichen Serie von Milan-Prozessoren nicht verändert und beträgt 32 MB pro Chiplet (CCX-Block mit acht Kernen). Da die Prozessoren der Genoa-Serie aber bis zu 96 physische Kerne bieten können, wird die Gesamtmenge an L3-Cache in jedem Fall höher sein als bei ihren Vorgängern. Die einzige Ausnahme bilden die frischen EPYC Milan-X-Chips mit 3D-V-Cache-Technologie, die die Menge des Cache-Speichers verdreifacht.
Es sei daran erinnert, dass die Prozessoren EPYC 7004 (Genua) gemäß der 5-nm-Prozesstechnologie hergestellt werden. Sie werden die ersten Serverprozessoren von AMD sein, die sowohl DDR5-RAM als auch PCIe 5.0 unterstützen. Laut AMD sollen diese Chips noch dieses Jahr in den Handel kommen. Partner des Unternehmens erhalten bereits Muster zum Testen.
2022-03-28 14:51:10
Autor: Vitalii Babkin