Eine neue Studie hat gezeigt, dass Katzen ihr Verhalten ändern können, wenn sie die an sie gerichtete Stimme ihres Besitzers hören, aber nicht, wenn sie die Stimme eines Fremden oder die Stimme ihres Besitzers hören, die eine andere Person anspricht. Die Forschung beweist, dass Katzen starke Bindungen zu ihren Besitzern aufbauen können.
Es ist bekannt, dass der Tonfall der menschlichen Stimme variiert, je nachdem, mit wem gesprochen wird, z. B. wenn man mit Babys und Hunden spricht.
Frühere Studien haben gezeigt, dass sich der Tonfall der menschlichen Sprache ändert, wenn man mit Katzen spricht, aber es ist weniger darüber bekannt, wie Katzen darauf reagieren.
Die Biologen untersuchten, wie Katzen auf vorab aufgezeichnete Stimmen sowohl von ihrem Besitzer als auch von Fremden reagierten, wenn sie Sätze in einem Ton sprachen, der für Katzen und Erwachsene gedacht war.
Die Autoren untersuchten drei Zustände, wobei der erste Zustand die Stimme des Sprechers von der Stimme eines Fremden auf die Stimme des Besitzers der Katze änderte. Die zweite und dritte Bedingung änderten den verwendeten Ton (auf eine Katze oder Person gerichtet) für den Besitzer der Katze bzw. die Stimme des Fremden.
Die Wissenschaftler erfassten und bewerteten die Intensität des auf Geräusche reagierenden Verhaltens der Katzen und testeten unter anderem Verhaltensweisen wie Haltung, Ohrbewegung, Pupillenerweiterung und Schwanzbewegung.
Im ersten Fall erlebten 10 von 16 Katzen eine Abnahme der Verhaltensintensität, als sie drei Aufnahmen einer unbekannten Stimme hörten, die sie beim Namen rief.
Als sie jedoch die Stimme des Meisters hörten, nahm die Intensität ihres Verhaltens wieder deutlich zu. Die Katzen zeigten Verhaltensweisen wie das Zuwenden der Ohren zu den Lautsprechern, zunehmende Bewegung im Raum und erweiterte Pupillen, wenn sie die Stimme ihrer Besitzer hörten.
Die Autoren schlagen vor, dass die plötzliche Verhaltensänderung darauf hindeutet, dass Katzen die Stimme ihres Besitzers von der eines Fremden unterscheiden können.
Im zweiten Fall verringerten 10 Katzen (davon 8 die gleichen wie im ersten Fall) ihre Aktivität, wenn sie den Ton ihres Besitzers in einem für Menschen bestimmten Ton hörten, wurden aber deutlich aktiver, als sie die Worte ihres Besitzers hörten zu ihnen.
Im dritten Zustand wurde keine Änderung der Intensität des Verhaltens festgestellt, wenn der Fremde über eine Person oder eine Katze sprach.
Die Autoren beobachteten, dass Katzen unterscheiden können, wenn ihr Besitzer in einem katzenorientierten Ton von einem erwachsenen Ton spricht, aber nicht anders reagieren, wenn ein Fremder den Ton ändert.
Die kleine Stichprobengröße, die in dieser Studie verwendet wird, repräsentiert möglicherweise nicht alle Verhaltensweisen von Katzen, aber die Autoren schlagen vor, dass zukünftige Studien untersuchen könnten, ob ihre Ergebnisse bei sozialisierteren Katzen repliziert werden können, die es gewohnt sind, mit Fremden zu interagieren.
Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass Eins-zu-eins-Beziehungen für Katzen und Menschen wichtig sind, um starke Bindungen aufzubauen.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Animal Cognition veröffentlicht.
2022-10-27 16:25:13
Autor: Vitalii Babkin