Google hat zugestimmt, Schadensersatz in Höhe von 391,5 Millionen US-Dollar zu zahlen, um eine Sammelklage beizulegen, die von 40 Generalstaatsanwälten der US-Bundesstaaten eingereicht wurde. Die Urheber der Klage bewiesen, dass der IT-Riese die Nutzer irregeführt hat, dass nach dem Deaktivieren der Standortverfolgungsoption in den Google-Kontoeinstellungen die Erfassung von Informationen eingestellt wird, obwohl das Unternehmen tatsächlich weiterhin Geolokalisierungsdaten erfasst.
Die Generalstaatsanwälte sagten, das derzeitige Abkommen sei das größte in den Vereinigten Staaten im Bereich des Internet-Datenschutzes. Die Untersuchung dieses Falls dauerte etwa vier Jahre und umfasste den Zeitraum der Unternehmenstätigkeit von 2014 bis 2020. Neben einer finanziellen Entschädigung hat Google zugesagt, mehr Informationen darüber bereitzustellen, wann das Unternehmen den Standort von Nutzern verfolgt.
Laut Google hat das Unternehmen bereits eine Reihe von Änderungen an den Algorithmen vorgenommen, mit denen Benutzerdaten gesammelt werden. Das Unternehmen stellte fest, dass seit Beginn der Untersuchung die veraltete Datenschutzrichtlinie für Benutzerdaten überarbeitet und eine Reihe von Änderungen daran vorgenommen wurden, um dem geltenden US-Recht zu entsprechen.
Die Quelle stellt fest, dass die Rolle des Staates bei der Begrenzung der Macht und der Regulierung der Geschäftsmodelle von IT-Riesen stetig zunimmt. Trotzdem konnten sich der US-Kongress und die Regulierungsbehörden der Branche nicht auf die Verabschiedung eines Bundesgesetzes im Bereich des Schutzes von Benutzerdaten einigen. Während der Gesetzgeber über die Details der Gesetzgebung streitet, unterstützen die Tech-Giganten Lobbyisten, die daran arbeiten, die endgültige Fassung des Gesetzes aufzuweichen oder zu verhindern, dass es verabschiedet wird.
2022-11-15 14:59:27
Autor: Vitalii Babkin
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