Auf seiner jährlichen Search On-Veranstaltung präsentierte Google viele neue Möglichkeiten, das Internet zu durchsuchen. Fragen an die Suchmaschine können im Format eines Fotos gestellt oder in das Mikrofon des Telefons gesprochen werden, und die Suchergebnisse sind kein Feed mit Links mehr: Neue Arten der Informationsdarstellung können den Benutzer auch ohne Angabe interessieren die Anfrage.
TikTok und Instagram haben das Bild des modernen Internets in vielerlei Hinsicht verändert, daher muss sich Google an neue Trends anpassen und versuchen, eine Art Analogon des Empfehlungs-Feeds in TikTok zu schaffen. Eine genaue Antwort darauf, wie ein solcher Feed aussehen könnte, haben die Entwickler des Google-Suchdienstes noch nicht, arbeiten aber aktiv in diese Richtung.
Prabhakar Raghavan, Vizepräsident des für den Suchdienst zuständigen Unternehmens, stellte fest, dass Google versucht, sich vom klassischen Modell zu entfernen, bei dem Sie die richtigste Frage verfassen müssen, um das gewünschte Ergebnis bei der Suche zu erhalten. Die jüngsten Fortschritte in den Bereichen künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Computer Vision werden dazu beitragen, die Dinge zu ändern.
Ein Paradebeispiel dafür ist der Dienst Google Lens mit seiner neuen Multisearch-Funktion: Sie können nach Bildern suchen und die Suchanfrage dann im Textformat anpassen. Google beschreibt die Arbeit des Systems am Beispiel eines Kleides: Grün fotografieren, „lila“ hinzufügen und suchen. Auch der klassische Link-Feed beginnt sich zu verändern, ergänzt durch ein Mosaik aus Bildern und diversen Info-Widgets. Ein weiteres Beispiel ist die Immersive View-Funktion in Google Maps, mit der Sie den Ort, an den eine Person gehen möchte, im Detail sehen können.
Mit anderen Worten, die moderne Suche hört auf, ein System von Fragen und Antworten zu sein – sie verwandelt sich in ein System der Recherche und des Studiums von Informationen, ein Werkzeug für Entdeckungen und Versuche, herauszufinden, worauf es einfach keine direkten Antworten gibt. Die meisten Nutzer kommen immer noch zu Google, um „Facebook“ oder „Wetter“ zu finden, aber es gibt auch diejenigen, die die Suche ohne bestimmte Absichten öffnen: Sie haben einen neuen Begriff für sich gehört, sie wollen mehr über eine Attraktion oder über Sängerin Adele wissen. Dies sind Personen, die eine Websuche auf TikTok starten können, und sie neigen dazu, das Web als Werkzeug mit einer natürlichen visuellen Oberfläche wahrzunehmen.
Tooltips sind ein weiteres Mittel, um die Suchqualität zu verbessern: Das System versucht, den Suchbereich zu erweitern, indem es Optionen entsprechend dem Inhalt für einen bestimmten Benutzer ersetzt - der Suchdienst „versteht“ den Inhalt und Kontext von Anfragen besser. Gleichzeitig wird das Ranking der Ergebnisse nach Relevanz stetig verbessert: Je weiter der User die Seite scrollt, desto weniger entsprechen die Ergebnisse seiner Anfrage.
Der wichtigste Punkt ist die Zuverlässigkeit der Informationen in den Quellen. Herr Raghavan sagte, dass Google den Benutzern universellen Zugang zu Informationen verspreche, die nicht gesetzlich verboten seien und keinen restriktiven Richtlinien unterliegen. Die Aufgabe des Suchdienstes besteht darin, Benutzern nützliche Informationen anzubieten, aber die endgültige Entscheidung liegt beim Benutzer. Aber es gibt auch Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt, und die Arbeit in solchen Bereichen im Unternehmen hört nie auf.
2022-09-29 07:52:41
Autor: Vitalii Babkin