Die italienische Datenschutzbehörde (Garante per la Protezione dei Dati Personali) hat entschieden, dass die Übertragung von Daten von lokalen Benutzern in die Vereinigten Staaten mit Google Analytics illegal ist. Zuvor wurden ähnliche Entscheidungen von den Ministerien Österreichs und Frankreichs getroffen.
Die Entscheidung wurde bei der Überprüfung einer der italienischen Ressourcen getroffen. Zudem erfolgt die Datenanalyse in den USA, was für zusätzliche Unzufriedenheit bei den europäischen Regulatoren sorgt. Die italienische Behörde stellte außerdem fest, dass die USA „ein Land ohne angemessenes Datenschutzniveau“ seien.
Google Analytics wird häufig von Website-Eigentümern verwendet, um den Datenverkehr zu analysieren. Dies ist nicht das einzige Tool dieser Art, aber anscheinend hat auch Googles Status als globaler Technologieriese die Entscheidung beeinflusst. Italien ist bei weitem nicht das erste Land, das sich gegen Google Analytics ausspricht. Die österreichische Datenschutzbehörde (DSB) hat im Jänner entschieden, dass eine Website durch die Installation dieses Tools gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstößt. Bald wurde eine ähnliche Entscheidung von der französischen Nationalen Kommission für Informatik und bürgerliche Freiheiten (CNIL) getroffen.
Die italienische Behörde hat lokale Website-Besitzer eindringlich davor gewarnt, dass es illegal ist, Daten mit Google Analytics in die USA zu übertragen, da Google kein „angemessenes Schutzniveau für die personenbezogenen Daten der Nutzer“ garantieren kann. Garante hat außerdem eine 90-tägige Frist für grenzüberschreitende Datenübermittlungen zur Einhaltung der DSGVO festgelegt, die besonderen Prüfungen unterzogen werden. Aller Voraussicht nach wird dies zu einem Verbot der Verwendung von Google Analytics im Land führen.
2022-06-25 15:36:02
Autor: Vitalii Babkin