Das US Space Force Research Laboratory hat kürzlich ein Werbevideo für eine neue Weltraummission veröffentlicht, um den Raum um den Mond herum zu patrouillieren, einschließlich seiner rückwärtigen Seite. Das US-Militär hat dieses Gebiet als strategisch verwundbar und mit militärischen Risiken behaftet erkannt. Alle bestehenden Weltraumbeobachtungssysteme sind jedoch auf die Erde und den erdnahen Weltraum ausgerichtet, sodass nicht wirklich bekannt ist, was in der Nähe des Mondes passiert.
Nach den Plänen des US-Raumfahrtkommandos soll noch in diesem Monat die Leistungsbeschreibung für das neue Ortungssystem ausgearbeitet werden, bis Juli soll der Auftragnehmer ausgewählt werden. Vermutlich sprechen wir von einem Satelliten mit einem hohen Grad an Autonomie, der eine große Menge an Tracking-Equipment tragen wird. Der Name steht bereits fest, er lautet „Cislunar Highway Patrol System“. Wie im Video angedeutet, erstreckt sich das US-Verfolgungsgebiet jetzt 35.000 km in den Weltraum und wird sich nach Abschluss des Projekts 1.000-mal weiter erstrecken.
Offiziell wird die Notwendigkeit eines solchen Satelliten damit begründet, dass für das nächste Jahrzehnt eine phänomenale Zahl von Mondmissionen verschiedener Länder geplant ist. Dort wird es buchstäblich eng, also muss jemand für Ordnung sorgen, und das US-Militär vertraut sich diese Mission an. Und inoffiziell befürchten sie, dass andere Staaten einige Waffen in den Weltraum bringen und in der Nähe des Mondes verstecken könnten, weit entfernt von Überwachungssystemen. Um dann unerwartet US-Satelliten im geostationären Raum anzugreifen.
2022-04-16 17:03:20
Autor: Vitalii Babkin