Von Februar bis September 2022 werden estnische Beamte und Spezialisten im Rahmen des FIRST-Programms des US-Außenministeriums an einem virtuellen Training teilnehmen, um das Bewusstsein für Nukleartechnologie und die Aussichten für kleine modulare Reaktoren zu schärfen. Estland ist Ende 2021 dem FIRST-Programm beigetreten. In Zukunft könnte dies zum Aufkommen der Kernenergie im Land als Schritt in Richtung Dekarbonisierung führen, aber die Wahl wird nicht bald getroffen werden.
Das Programm „Foundational Infrastructure for Responsible Use of Small Modular Reactor Technology“ (FIRST) wird vom US-Außenministerium gefördert und hat die Steuerzahler bisher 6,3 Millionen US-Dollar gekostet.FIRST-Projekte werden weltweit unterstützt. Das Programm soll die strategischen Beziehungen vertiefen, Energieinnovationen unterstützen und die technische Zusammenarbeit mit Partnerländern im Hinblick auf eine sichere Kernenergieinfrastruktur vorantreiben.
Estnische Spezialisten und Beamte der ersten Stufe werden Kenntnisse über Fragen der nuklearen Sicherheit, des Schutzes und der Nichtverbreitung erhalten. Laut dem estnischen Umweltminister Erki Savisaar wird die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten durch das FIRST-Schulungsprogramm das Wissen estnischer Spezialisten in Bezug auf die Einführung kleiner modularer Reaktoren erweitern und dem Land helfen, eine fundierte Entscheidung über die Machbarkeit der Einbeziehung der Kernenergie in die estnische zu treffen Energiemix.
Wenn eine solche Entscheidung getroffen wird, sind die nationalen nuklearen Sicherheitsvorschriften, die Personalentwicklung, die Einbeziehung von Interessengruppen und die Bewertung für die Standortauswahl für ein Kernkraftwerk an der Reihe.
„Da Estland keine Erfahrung mit der Nutzung von Nukleartechnologie hat und dem Land das Wissen auf diesem Gebiet fehlt, wird die Unterstützung und Unterstützung der US-Regierung in diesem Prozess dringend benötigt und begrüßt. Gleichzeitig ist die Organisation des Trainings keineswegs ein Zeichen dafür, dass Estland bereits eine Entscheidung bezüglich der Kernenergie oder einer bestimmten Reaktortechnologie getroffen hat“, sagte der Minister.
Bereits im April 2021 genehmigte die estnische Regierung jedoch offiziell die Einrichtung einer Kernenergie-Arbeitsgruppe (NEPIO). Die Gruppe untersucht die Möglichkeit der Einführung der Kernenergie in Estland auf der Grundlage der Untersuchung fortschrittlicher Technologien und Projekte in diesem Bereich. NEPIO wird seine Ergebnisse und Vorschläge der Regierung bis spätestens September 2022 vorlegen.
2022-01-26 11:14:29
Autor: Vitalii Babkin